KONSUMENT.AT - Trading-Apps - Worauf es bei mobilen Handelsplattformen ankommt

Trading-Apps

Die Börse in der Hand

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KONSUMENT 10/2021 veröffentlicht: 23.09.2021

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Aktienkurse checken, Orders platzieren, Depot analysieren, Marktinforma­tionen erhalten. Trading-Apps versprechen einfache Handhabung bei niedrigen Gebühren.

Die Corona-Krise mit Lockdowns und ­Homeoffice hat bei vielen Menschen das Interesse an Aktien, Fonds oder Kryptocoins geweckt. Trading-Apps, also Smartphone- Anwendungen, die es den Anlegern erlauben, jederzeit und von überall ihre Wert­papiere zu kaufen und zu verkaufen, erleben einen Boom. Der Handel erfolgt ­digital über die Broker und nicht wie bei ­einer Wert­papierorder bei Banken (wird erst an die Bank und dann weiter an die Börse geleitet).

Dennoch: Anleger sollten nicht Hals über Kopf die erstbeste Trading-App downloaden und mit dem Handel starten, sondern einige wesentliche Punkte prüfen.

Die am Markt angebotenen Apps unterscheiden sich hinsichtlich Gebühren, Anzahl der offerierten Wertpapiere, Transparenz, Schnelligkeit und Art der Marktinformation.

Spekulieren oder langfristig anlegen?

Die erste Frage, die sich ein Privatanleger stellen sollte, lautet: Was soll mir die App bringen? Alle, die ihr Geld in Wertpapiere investieren und diese dann längerfristig im Depot liegen lassen wollen, brauchen eigentlich keine Trading-App. Für das ­Nachlesen von Börseinformationen können sie sich einfacher Informationsdienste – von Marktkommentaren der Banken bis zu ­Facebook- und Twitter-Nachrichten von privaten Händlern – bedienen. Wer hin­gegen häufiger Wertpapiere, Fonds oder Kryptocoins kaufen und verkaufen will, sollte sich mit diesen Apps vertraut machen.

Die Erfahrung zeigt: Ist die Trading-App einmal am Smartphone, handeln die Anleger meist viel mehr als ohne App. Der Vermögensaufbau geht auf diese Weise allerdings nicht unbedingt rascher. Schenkt man einer alten Börsenweisheit Glauben, ist häufiges Traden sogar kontraproduktiv: "Hin und her macht Kassen leer", lautet sie.

Welche App ist die beste?

Die Beantwortung dieser Frage hängt ­davon ab, welche Wertpapiere gehandelt werden sollen und ob Sie Anfänger sind oder zu den Fortgeschrittenen gehören. So gibt es Apps, die im Grunde Handelsplattformen für Aktien sind, und andere, die vor allem ETF (Exchange Traded Funds), Kryptocoins oder CFD (Con­tracts for Difference; Erklärung ­siehe nächste Spalte) anbieten. ­Eine Suche im Internet bringt eine Reihe von Listen mit den angeblich besten Apps. Am bekanntesten sind eToro, TradeRepublic, Comdirect, flatex und XTB. Geworben wird von allem mit jederzeitiger Verfügbarkeit, langen ­Handelszeiten und niedrigen Kosten. Auch Einsteiger- und Bedienungsfreundlichkeit sind ein Punkt. Für die Trading-App-Betreiber ist es wichtig, dass möglichst viel gehandelt wird. Damit verdienen sie ihr Geld. 

Achtung! Manche Apps bieten auf Basis von Musterdepots und Algorithmen automatische Trades an. Hier kann der Anleger die Kontrolle verlieren. Anfänger sollten auf jeden Fall zuerst ein Probedepot an­legen und checken, wie einfach, verständlich, schnell und kostengünstig der Handel abläuft. Die beste App an sich gibt es wohl nicht. Die Auswahl ist individuell von den Wünschen der Anleger abhängig.

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