Uber

Der Taxischreck

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KONSUMENT 8/2017 veröffentlicht: 27.07.2017

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Uber nutzen oder es lieber sein lassen? Wenngleich das Online-Taxi mitunter günstiger ist als ein konventionelles Taxi, sprechen viele Gründe dagegen.

Das Unternehmen sieht sich als Revolutionär des Stadtverkehrs und hat in aller Unbescheidenheit den Namen Uber gewählt – abgeleitet vom deutschen Wort „über“ im Sinne von „überragend“, „über den anderen stehend“ oder auch schlicht „super“. Die alteingesessene Taxibranche schäumt vor Wut, wenn sie den Namen der Firma nur hört. Die mittlerweile auf zahllosen Smartphones präsente Uber-App ist eine sogenannte disruptive Technologie, eine digitale Neuheit, die einen ganzen Wirtschaftszweig ins Wanken bringt.

Mancherorts bereits verboten

Die Nutzer haben zweifellos zahlreiche Vorteile, allen voran den im Vergleich zum herkömmlichen Taxi oft viel günstigeren Fahrpreis. Andererseits ist Uber wegen seiner fragwürdigen Geschäftspraktiken höchst umstritten. In vielen Ländern ist Uber mittlerweile teilweise oder sogar komplett verboten. Auch andere Argumente – betreffend den Datenschutz, die Ausbildung der Fahrer oder den Versicherungsschutz während der Fahrt – sprechen gegen den Dienst.

Vermittlung per Handy-App

Dass die Firma so groß und mächtig geworden ist, das verdankt sie einer ebenso ein­fachen wie genialen Idee: Fahrten per Handy zu vermitteln. Die Gründer entwickelten eine App, die Fahrer und Kunden zusammenbringt. Anstatt wie bisher ein Taxi per Handzeichen oder Telefon zu rufen, genügt ein Fingertipp am Handy. Via GPS ermittelt die Technologie, welcher verfügbare Wagen dem Kunden gerade am nächsten ist. Dem Fahrgast wird in der App angezeigt, wie schnell das Auto bei ihm ist und wie viel die Fahrt kostet. Die „beste“ Route sowie der Preis sind schon vorab festgelegt.

 

 

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11 Stimmen

Kommentare

  • Uber
    von ling am 28.07.2017 um 08:55
    Wer meint, durch Preisgabe seiner Daten Geld zu sparen, dem sei Uber empfohlen. Wie aus dem Artikel hervorgeht, macht das Unternehmen sowieso damit was es will. Vielleicht bedarf es gerade solcher Unternehmen, damit die Bevölkerung einmal merkt, was ihre Daten wirklich wert sind. Wir haben eine freie Marktwirtschaft, daher ist eine Konkurrenz zum "etablierten" Taxigewerbe nur logisch. Andererseits kann und darf sich ein Unternehmen natürlich nicht alles erlauben. Hier sind Politik, aber auch der Konsumentenschutz gefordert, um solche Unsitten wie "dynamic pricing" abzustellen, zumindest in der aktuell praktizierten Form. Auf der anderen Seite wird gerade diese Preisgestaltung von Riesen wie Amazon genausogut betrieben, nur regt sich niemand auf, weil das in kleinerem Rahmen geschieht...
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