KONSUMENT.AT - Vogerlsalat - Im Winter frisch vom Feld

Vogerlsalat

Winterharter Vitaminspender

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Konsument 1/2001 veröffentlicht: 01.01.2001, aktualisiert: 31.01.2020

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Auch im Winter frisch vom Feld

Um jedoch den Markt vollkommen witterungsunabhängig auch mit größeren Mengen versorgen zu können, wird Vogerlsalat zunehmend unter Glas und Folie angebaut oder zumindest im Freien mit einer dünnen Reisigdecke, mit Folie oder Vlies (einem neuartigen, leichten, lichtdurchlässigen Fasergewebe mit starkem Luftaustausch und geringem Erwärmungseffekt) abgedeckt. Er wird aber, im Unterschied zu anderen Salaten, noch auf dem Feld gezogen und kann nach Bedarf geerntet werden. Die Ernte erfolgt meist schon nach wenigen Wochen, zum Teil maschinell, meist jedoch von Hand mit dem Messer und zwar derart, dass die Pflanze dicht unter der Bodenoberfläche so abgeschnitten wird, dass die Rosette ganz und der Wurzelansatz erhalten bleibt. Der hohe Ernteaufwand und die geringen Flächenerträge treiben den Verkaufspreis in die Höhe: Vogerlsalat zählt zu den teuersten Gemüsesorten und wird daher nach Gramm verkauft. Zum Glück ist der Salat recht ausgiebig: 200 Gramm reichen für vier Portionen.

Zwei Anbausorten

In unseren Breiten werden großflächig meist die schnell wachsenden Rosetten mit langen, breiten, hell- bis mittelgrünen Blättern angebaut. Daneben gibt es noch eine zweite Sorte, die kleinere Blattrosetten mit kurzen, meist dunkelgrünen Blättern entwickelt, langsamer wächst, aber eine qualitativ hochwertigere Ware darstellt. Sie wird in den südlichen Regionen bevorzugt angebaut und ist ab und zu auf Bauernmärkten oder in Hausgärten zu finden. Nach der Ernte wird Vogerlsalat in Kisten, Steigen oder Körben so locker wie möglich verpackt, um die druckempfindlichen Blätter vor Vergilben und Verfaulen zu schützen.

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