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Windows 10: Spionageabwehr

Einstellungen für mehr Datenschutz

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KONSUMENT 1/2020 veröffentlicht: 19.12.2019

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Werbung aufgetischt

Abschließend ein paar konkrete Anmerkungen zum Datenschutz und zu den App- Berechtigungen: Seien Sie besonders zurückhaltend bei der Zugriffserlaubnis auf Kontoinformationen, Kamera, Mikrofon, Kontakte, Kalender und Position.

Bei Windows-Geräten, die Sie außer Haus mitnehmen, sollten Sie außerdem dem Punkt Weitere Geräte Beachtung schenken und dort die ­Option "Mit nicht gekoppelten Geräten kommunizieren" ausschalten.

Sonst könnten nämlich z.B. Beacons, also Minisender, die mittlerweile in manchen Supermärkten oder Einkaufszentren zum Einsatz kommen, zu Ihrem Gerät Kontakt aufnehmen, feststellen, wo Sie sich wie lange aufhalten, und Sie mit Werbung "beglücken".

Hintergrund­aktualisierungen

Die Möglichkeit, dass eine App auch bei Nichtverwendung im Hintergrund Informationen aktualisiert (Hintergrund-Apps), hat weniger mit Datenschutz zu tun als mit dem Energiesparen zwecks Verlängerung der Akkulaufzeit. Es erklärt sich meist von selbst, für welche Apps die Hintergrund­aktualisierung sinnvoll oder zumindest praktisch ist – etwa Alarm & Uhr, Karten (nur beim Navigieren), Nachrichten und Wetter. Auch der Windows-Sicherheit sollten Sie die Hintergrund-Aktualisierung erlauben. Bei anderen, wie Kontakten oder Kalender, ist es nur dann relevant, wenn Sie diese mit einem weiteren Gerät synchronisieren.

Deaktivieren können Sie die Berechtigung App-Diagnose – außer Sie verwenden die oben erwähnte Diagnosedaten-App. Dann deaktivieren Sie aber wenigstens die unterhalb befindliche Option der Zugriffs­erlaubnis für Apps über Ihre anderen Apps.

Weitere Tipps und Anleitungen finden Sie in unserem neuen Buch "Windows 10 für Umsteiger" .

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Kommentare

  • Spionageabwehr unter Windows 10
    von ling am 19.01.2020 um 11:40
    Die im Artikel sehr gut beschriebenen Mittel stellen jedoch nur rudimentäre Möglichkeiten dar. Ohne Eingriffe in die Registrierungsdatenbank (Registry) und Fremdsoftware kommt man allerdings nicht aus. Da in den normalen Versionen von Windows 10 die Gruppenrichtlinien beschnitten sind, ist es auch gar nicht möglich hier gezielt Einstellungen vorzunehmen. Microsoft hat schon gewusst was es auf den Markt bringt. In der Enterprise-Version (gibt es als "normale", LTSB und LTSC-Version) wäre zwar so gut wie alles abzustellen, doch "wirklich alles" ist ein sehr dehnbarer Begriff. Außerdem muss man zu dieser Version als Einzelanwender erst einmal (legal) Zugang haben. Selbst die Bearbeitung der hosts-Datei nützt wenig, wenn sie das System nicht benutzt oder sich einer White-List bedient. Lediglich über den Router könnte man bestimmte IP-Adressen blocken, doch das ist wohl nur etwas für Insider und Tüftler.

    Beispielhaft sind einige Programme im Umlauf, welche zumindest für interessierte Anwender viele Funktionen abschalten, sodass das System doch mehr Privatsphäre bietet. Ich führe hier nur die Namen an, mit einer Suchmaschine des Vertrauens findet man meistens sofort den Anbieter:

    Spybot Anti-Beacon
    O&O ShutUp10
    Disconnect
    Disable WinTracking
    DoNotSpy10
    Remove Windows 10 Spying Features
    W10Privacy

    Hinweis: Es sind viele Möglichkeiten bereits vorausgewählt, doch man sollte sehr genau wissen, was der Eintrag (und in der Folge die Aktivierung oder Deaktivierung) auch bewirkt, denn sonst kann man sein System ganz schnell unbrauchbar machen. Nicht alles was abzuschalten ist, soll auch deaktiviert werden.
    Weiters ist auch die persönliche Vorliebe zu beachten: Cortana zu benutzen, setzt natürlich die Übertragung von Telemetriedaten voraus, also wäre die Abschaltung etlicher Funktionen/Dienste kontraproduktiv.

    Noch ein Hinweis für Benutzer, die mit den umfangreichen Apps nichts am Hut haben und diese loswerden möchten: CCleaner ist ein bekanntes Programm und nicht nur für "Systemoptimierungen" brauchbar. Es gibt auch eine Funktion zur Entfernung von unerwünschten Apps in Windows 10: Im Menü "Extras" - "Deinstallieren" werden sämtliche Apps aufgelistet und können entfernt werden. Einziger Nachteil: Jede App muss einzeln aufgerufen und bearbeitet werden und das kostet doch etwas Zeit. Der Aufwand lohnt sich allemal, denn nur so können auch hartnäckige Apps entfernt werden, bei denen dies mit Bordmitteln nicht möglich wäre.

    Fazit: Windows 10 geizt nicht mit Datenübertragung. Insbesondere bei diesem System bewahrheiet sich der Spruch: Im Internet ist vieles gratis, jedoch nichts umsonst - selbst wenn es "nur" Daten sind. Doch das steht ja bereits im ersten Satz des Artikels...