Autofinanzierung

Leasing muss man sich leisten können

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012, aktualisiert: 28.11.2012

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Autokauf per Leasing ist die teuerste Finanzierungsvariante und birgt ein hohes Risiko, sich langfristig Schulden einzuhandeln.

Mehrere Zehntausend Euro auf einmal auf den Tisch zu legen, ist vielen nicht möglich. Aber Monat für Monat ein paar Hunderter, das geht schon irgendwie, denken sich nicht zuletzt viele junge Menschen, wenn sie die Autoprospekte und Werbeinserate studieren, die mit geradezu unglaublich günstigen ­Leasingraten werben.

Überraschungen einplanen

Und daneben gibt es ja noch allerhand weitere Vorteile bei der Leasingvariante: Es bleibt finanzieller Spielraum für die Erfüllung anderer Wünsche, und wenn der Autoleasingvertrag nach wenigen Jahren abläuft, kann man das Auto meist ohne wei­teren Aufwand zurückgeben und sich gleich wieder ein neues aussuchen. Oder man zahlt den Restwert – bis dahin bleibt bei den ge­ringen Leasingraten ja hoffentlich genügend übrig –, um sich den dicken Brocken am Ende leisten zu können.

Eigentlich ziemlich cool, solange alles nach Plan läuft. Doch das Leben spielt oft anders, überrascht mit Zahlungsengpässen, Familienzuwachs, Erkrankungen, höheren Rückzahlungsbeträgen als geplant, und dann können sich Leasingverträge in wahre Bremsklötze verwandeln.

Kredite kein Thema

„Leasing muss man sich leisten können“, ­urteilt ein Insider der Leasingbranche. Trotzdem ist es in Beratungsgesprächen nach wie vor die Autofinanzierungsform Nummer eins, wenn sich abzeichnet, dass ein Interessent nicht über ausreichend Barmittel verfügt. Mehr als ein Drittel der Autokäufer in Österreich setzt darauf, Tendenz stark steigend. Die Effektivzinssätze liegen derzeit zwischen fünf und acht Prozent.

Kreditfinanzierungen hingegen spielen bei der Beratung rund um den Autokauf so gut wie überhaupt keine Rolle, wie unsere Tester bei einer Erhebung für die Arbeiterkammer Wien feststellten. Dabei wären sie durchaus eine Überlegung wert: Die Kreditzinsen sind derzeit niedrig wie schon lange nicht; spe­ziell mit einer günstigen Fixzinsvereinbarung oder variabler Verzinsung (z.B. ab 4,7 Prozent effektiv) lässt sich der Autokauf relativ kosteneffizient finanzieren.

Kreditfinanzierung: keine Restwert-Zahlungen

Und im Gegensatz zum Leasing geht das Auto sofort ins Eigentum des ­Kreditnehmers über (siehe ­"Leasing oder Kredit? - die wichtigsten Unterschiede"). Anders als beim Leasing wird mit den Kreditraten gleich der gesamte Kaufpreis abgestottert, daher sind sie ­naturgemäß höher als Leasingraten. Dafür warten am Ende aber auch keine Restwert-Zahlungen mehr.

Mit Kredit von außerhalb wie Barzahler eingestuft

Ein weiterer Vorteil der Kreditfinanzierung: Wenn Sie mit einem Kredit von außerhalb kommen, werden Sie vom Autohändler wie ein Barzahler eingestuft – und die ­erhalten nun einmal die höchsten Rabatte und besten Konditionen, was den Barkauf auch zur ­günstigsten Anschaffungsform macht.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Audi A3, BMW 116d, Hyundai i30, Skoda Fabia

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
10 Stimmen

Kommentare

  • Laufzeit 48 Monate
    von REDAKTION am 23.10.2012 um 08:41
    Die Laufzeit beträgt jeweils 48 Monate. Leider haben wir vergessen, dies anzugeben. Diesen Fehler bedauern wir. Allerdings sieht bei anderen Laufzeiten das Ergebnis genauso aus: Barkauf kommt am günstigsten, dann Kredit und zuletzt Leasing. Auch die prozentuellen Unterschiede bleiben gleich. Ihr KONSUMENT-Team
  • Dauer von Leasing bzw. Kredit fehlt
    von hbraun am 22.10.2012 um 12:49
    Leider fehlt im gesamten Artikel eine Angabe der Leasingdauer bzw. Kreditlaufzeit, auf denen die Vergleichsrechnungen beruhen.
Bild: VKI