Winterreifen

Zweite Garnitur im Anrollen

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012

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Die einheitliche Reifenkennzeichnung, die mit 1. November 2012 Pflicht wird, schlägt sich bereits in der Qualität der aktuell getesteten Produkte nieder. Viele Winterreifen-Hersteller haben den Nassgriff verbessert.

Die Einführung des sogenannten Reifen-­Labels mit 1. November 2012 zeigt Wirkung. Obwohl etwa in der kleineren der beiden Reifendimensionen keine Neuerscheinung dabei war, verschoben sich die Test-Ergebnisse tendenziell in Richtung eines besseren Verhaltens der Reifen bei Nässe.

30 Prozent der Winterreifen abgewertet

So wurden beim diesjährigen Test nur 30 Prozent der Winterreifen aufgrund ihres schlechten Abschneidens bei Nässe ­abgewertet, während im Vorjahr noch 50 Prozent bei Nässe ein definitiv schlechtes Ergebnis lieferten. Reifen werden in der ­Regel ja kontinuierlich weiterentwickelt, Verbesserungen finden also nicht nur statt, wenn ein neues Modell auf den Markt kommt. So bleibt es auch dann spannend, wenn sich oberflächlich gesehen nicht viel verändert.

Einheitliche Kennzeichnung

Es wurden zwei Dimensionen von Winterreifen getestet: Die schmale (165/70 R 14) kommt für fast alle Kleinwagen infrage, die breite (205/55 R 16) deckt ein noch viel breiteres Spektrum an Fahrzeugen ab. Sie reicht von der Kompaktklasse (z.B. Audi A3, Honda Civic) bis zu ­großen Limousinen (z.B. Volvo V70, Skoda Superb).

Die einheitliche Kennzeichnung von Reifen, die ab diesem Herbst selbstverständlich sein sollte, betrifft praktisch alle Reifen, die für die Nutzung im Straßenverkehr vor­gesehen sind, also sowohl die von Pkw als auch jene von leichten und schweren Nutzfahrzeugen. Ausnahmen gibt es nur für spezielle Oldtimerreifen, Rennreifen, Bauwirtschaft und Landwirtschaft.

Verschleißfestigkeit fehlt

Die Kennzeichnung umfasst allerdings bei Weitem nicht alle Kriterien, wie sie bei unseren Reifentests angewendet werden, sondern lediglich den aus dem Rollwiderstand resultierenden Kraftstoffverbrauch, das Verhalten bei Nässe und die Lärmentwicklung, wobei das Verhalten bei Nässe tatsächlich das wichtigste Sicherheitskri­terium darstellt. Gerade auch bei Winter­reifen, da ja in der kalten Jahreszeit mehr auf nasser Fahrbahn gefahren wird als auf Schnee und Eis.

Manche Reifen rollen doppelt so weit wie andere

Die Absicht dahinter klingt jedenfalls plau­sibel. Mit den drei Schlüsselkriterien soll es den Konsumenten ermöglicht werden, auch wirklich umweltschonende und sichere Winterreifen auszuwählen. Obwohl die Unterschiede beim Verschleiß im Test enorm waren – manche Reifen rollen doppelt so weit wie andere –, hat dies doch nur für Vielfahrer eine entscheidende Bedeutung, vor allem bei saisonal ver­wendeten Winterreifen, die ja im reinen Privatgebrauch eher alt werden als abgefahren.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Michelin Alpin A4, Continental WinterContact TS 800, Pirelli Winter 190 Snowcontrol Serie 3, Sava Eskimo S3+, Barum Polaris 3, Marshal I'zen MW 15, Goodyear UltraGrip 8, Vredestein Snowtrac 3, Semperit Master-Grip, Firestone Winterhawk 2 Evo, Dunlop SP Winterresponse, Hankook Winter i*cept RS W442, GTRadial ChampiroWinterPro, Effiplus Epluto I, Premiorri ViaMaggiore, Continental WinterContact TS 850, Michelin Alpin A4, Goodyear UltraGrip 8, Dunlop SP Wintersport 4 D, Nokian WR D3, Bridgestone LM-32, Vredestein Snowtrac 3, Semperit Speed-Grip 2, Tecar Super Grip 7+, Yokohama W.drive/903, Pirelli Winter 210 Snowcontrol Serie 3, Fulda Kristall Control HP, Falken HS449 Eurowinter, Uniroyal MS plus 66, Hankook Winter i*cept RS W442, Syron Everest 1

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42 Stimmen

Kommentare

  • Dunlop SP...
    von REDAKTION am 01.10.2012 um 14:50
    Der ÖAMTC benutzt ein Notensystem, das von 0,6 bis 5,5 reicht. Wir geben das Ergebnis in Prozent an (von 0 bis 100) - dieses ist genauer und differenziert auch bei kleineren Unterschieden. Beim ÖAMTC kommen Semperit und Vredestein auf das gleiche Punkteergebnis, daher wird nach dem Alphabet gereiht, bei uns liegt Vredestein um einen Prozentpunkt vor Semperit. Zum Dunlop: Benachbarte Dimensionen haben häufig ähnliche Eigenschaften, aber nicht immer. Außerdem kann es sein, dass Dunlop seit dem Vorjahr die Reifenmischung geändert hat. Ihr Konsument-Team
  • Dunlop SP Winter Response
    von arnstyr am 28.09.2012 um 21:42
    Vor mir liegt die ÖAMTC-Auswertung dieses Test. Was auffällt ist, dass dort der Semperit Master-Grip vor dem Vredestein Snowtrac gereiht ist, ebenso wie der Barum Polaris 3 vor dem Sava Eskimo 3+. Gibt es trotz der selben Datenbasis einen Grund dafür? Ganz verblüffend ist der Vergleich Ihrer Ergebnisinterpretation mit jener vor genau einem Jahr auf 175/65 R 14 T. Dort war der Dunlop SP Winter Response dritter. Heuer elfter mit schlechteren Werten. Liegt das nur an der anderen Dimension?
  • Tabellentitel
    von REDAKTION am 27.09.2012 um 15:36
    Vielen Dank für Ihren Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. Ihr KONSUMENT-Team
  • ttabellentitel falsch?
    von phaedros am 27.09.2012 um 13:10
    beide tabellen dimension 165/70 R14T? wirklich?
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo