Digitales Fernsehen: Umstellung auf Digital-TV (DVB)

Aus fürs Antennen-TV

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Konsument 6/2006 veröffentlicht: 19.05.2006

Inhalt

  • Umstellung in Ballungsräumen ab Herbst
  • Gerätekauf oder Umstieg auf Sat/Kabel erforderlich
  • Abschaltung bereits ab Jahresanfang 2007

Umstellung ist angesagt

Demnächst ist es auch in Österreich soweit: Die letzten Stunden des „guten alten Fernsehens“ heben an. Ab Ende September beginnt in den Ballungszentren die Umstellung vom herkömmlichen analogen Sendebetrieb auf das terrestrisch (erdgebunden) ausgestrahlte digitale Fernsehen, DBV-T. Betroffen davon sind alle Österreicher, die bislang ORF 1, ORF 2 und ATV plus über normale Antenne empfangen. Bei ihnen besteht Handlungsbedarf, wollen sie dies auch weiterhin tun: Die vorhandenen TV-Apparate müssen entweder mit einem

  • Zusatzgerät für das „Digital Video Broadcast-Terrestrial“ (DVB-T) fit gemacht
  • oder ein anderes TV-Gerät muss angeschafft
  • oder das Empfangsszenario neu gestaltet werden.

Kein Empfang – und dennoch Gebühr

Das kostet in jedem Fall Geld, und Zeit zum Überlegen bleibt kaum. Denn schon Ende des Jahres sollen 70 Prozent der Österreicher mit DVB-T versorgt sein, und nach einem Parallelbetrieb („Simulcast“) von vier bis sechs Monaten wird die analoge Ausstrahlung abgeschaltet. Wer bis dahin nicht vorgesorgt hat, der muss fürderhin auf die ORF-Fernsehprogramme und ATV plus verzichten. Das mag manchem als durchaus verschmerzbarer Verlust erscheinen oder sogar angenehme Fantasien über gebührenfreien Zeiten auslösen – es wären Trugbilder, denn die Gebühr bleibt, ob Sie nun mit Ihrem TV-Gerät ORF empfangen (können) oder nicht.

Mehr, besser, flexibler …

In Zukunft halt digital – was auf eine Entscheidung der EU zurückgeht, die Europa zum Anfang des nächsten Jahrzehnts restlos TV-digitalisiert sehen will. Es ist nicht mehr wirklich nachvollziehbar, auf Eingebung welcher Lobby hin. Die Befürworter, Nutznießer und Betreiber der neuen Technologie versprechen jedenfalls

  • mehr Programme , da „digital“ weniger Senderessourcen (Frequenzen) als „analog“ benötigt;
  • bessere Bild - und Tonqualität;
  • größere Servicemöglichkeiten , etwa durch „Elektronische Programmführer“ (EPG) sowie interaktive Feedbackmöglichkeiten („Wer ist Dein persönlicher Dancing-Star?“),
  • erhöhte Mobilität des Fernsehzuschauers, was den bevorzugten Empfangsort betrifft.

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