Breitband-Internet

Das Blaue vom Himmel

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Konsument 10/2007 veröffentlicht: 16.09.2007

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  • Mobile Zugänge halten nicht, was sie versprechen
  • Downloads sind viel langsamer als angegeben
  • Standortgebundene Angebote sind seriöser

Mobiles Breitband-Internet: langsamer als versprochen (Foto: Bilderbox)
Langsamer als versprochen: Im Praxistest brachten es die mobilen Zugänge im Schnitt nur auf ein Siebentel des beworbenen Tempos.

Eigentlich sollten sie bereits dem Minderheitenschutz unterliegen: die Benutzer von herkömmlichen Analog-Modems für den Internetzugang. Nur noch 13 Prozent aller Internetteilnehmer befleißigt sich dieser Technik. Die übrigen wollen es anders. Vor allem schneller. Und auch mobil. Das mag insofern überraschen, als die Hauptanwendung für 76 Prozent der 4,93 Millionen österreichischen Internetuser ab 14 immer noch das Erhalten und Versenden von privaten E-Mails ist – an sich unschwer mit jedem (billigen) Analog-Zugang (über Telefonmodem) zu bewerkstelligen.

Wunsch, Versprechen und Werbeschmäh

Aber bitte. Des Konsumenten Wunsch ist sein Himmelreich, und den Einlass in eben dieses versprechen die Anbieter von Breitband-Internet denn auch vollmundig. In jüngster Vergangenheit zunehmend auch via „mobiles Internet“. Wobei vor allem bei dieser Zugangsart mit Versprechungen jongliert wird, die jeden altgedienten Sektenführer vor Neid erblassen ließen: Bei keiner einzigen Messung erreichten die von uns getesteten Anbieter die in Aussicht gestellte Geschwindigkeit bei Down- und Upload (herunterladen von Daten aus dem Internet beziehungsweise Senden von Daten übers Internet) auch nur im Ansatz! Wunsch, Versprechen und Werbeschmäh sind hier die Väter des Gedankens. Real sind für den gutgläubigen Konsumenten hingegen nur die – teils erheblichen – Kosten.

Mobil oder fix?

Wem es mit seinem Analog- oder ISDN-Anschluss zu langsam geht, der benötigt einen „Breitbandanschluss“; ab welcher Geschwindigkeit der beginnt, ist nicht einheitlich definiert (siehe dazu: Inhaltsverzeichnis - „Bits und Bytes : bitte rechnen!“). Er kann über Kabel (Kupfer- oder Koaxialkabel), Mobilfunkverbindung oder Satellit realisiert werden.

  • Testergebnisse: Im Test haben wir Werbeversprechen ausgewählter Anbieter mit der tatsächlichen Leistung verglichen. Sie finden sie a) als Infografik unter Downloads und b) in der Testtabelle (Details). Datenerhebung war im August.
  • Marktübersicht: Die Marktübersichtstabelle zeigt Daten zu 120 Tarifen (ohne Testurteil). Datenerhebung war im September und Oktober.
  • Kommentar: [ Mobiles Breitband - Flott versprochen ]
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