E-Mails

Post ohne Risiko

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Konsument 2/2010 veröffentlicht: 20.01.2010

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Mit einfachen Maßnahmen machen Sie den E-Mail-Verkehr sicherer und schützen Ihren Computer

Wie in allen Bereichen des Internets ist es auch beim Senden und Empfangen von E-Mails wichtig, die Augen offen zu halten und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Denn einerseits könnten Viren auf den Computer gelangen, andererseits werden E-Mails für betrügerische Versuche missbraucht, den Empfängern geheime Daten herauszulocken.

Vorkehrungen treffen 

Zusätzlich zum selbstverständlichen Virenschutz und der Firewall auf dem PC empfehlen sich ein paar weitere Vorkehrungen. Wir beschränken uns im Folgenden auf jene E-Mail-Programme, die in die Windows- Betriebssysteme integriert sind und am häufigsten verwendet werden, also Outlook Express unter XP und Windows Mail unter Vista. Windows 7 wird ohne integrierten Mail-Client ausgeliefert, dafür gibt es Windows Live Mail als Download unter Windows Live Mail .

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Kommentare

  • für PC-Einsteiger
    von am 04.03.2010 um 09:50
    Es ist richtig, dass Microsoft-Programme aufgrund ihrer starken Verbreitung ein beliebtes Angriffsziel darstellen. Alternative Software kann sinnvoll sein, ist aber leider auch kein Allheilmittel. Auch behandelt der Artikel aufgrund des beschränkten Platzes ja nur einen Ausschnitt der gesamten Problematik. Einige der angesprochenen Punkte, wie z.B. E-Mail-Anhänge oder Phishing, haben wir in unserem Ratgeber "Internet sicher nutzen" berücksichtigt.
     
    Unsere Artikel und Ratgeber richten sich gezielt an PC-Einsteiger bzw. mäßig Fortgeschrittene. Denen möchten wir - mit Rücksicht auf ihr Können und ihren Wissensstand - verständliche und möglichst einfach umsetzbare Tipps zur Erhöhung der Sicherheit bieten.
    Dazu gehört, dass die Userinnen und User mit den vorhandenen Möglichkeiten sinnvoll umgehen lernen und sie dann auch konsequent anwenden. Das Befassen mit Alternativen ist ein zweiter Schritt, aber der ist für Einsteiger anspruchsvoll. Er beinhaltet ja auch den Programmdownload und die Installation, die Datensynchronisation und anderes mehr.
     
    Dies bedeutet aber keinesfalls, dass die Alternativen zu Microsoft in unserer zukünftigen Berichterstattung unberücksichtigt bleiben werden.
     
    Ihr Konsument-Team
  • Das Risiko beginnt beim verwendeten Programm und betrifft auch Dateianhänge
    von Jonny Deep am 12.02.2010 um 17:18
    Herr Mag. Zirnig, ich pflichte ihnen in den Punkten bei, wo der Nutzer durch entsprechende Vorsicht Schaden verhindern kann. Aber in punkto Microsoft-Produkte kann ich ihnen keinesfalls zustimmen. Ich benutze seit vielen Jahren den MS IE sowie Outlook Express bzw. Outlook und habe mir denoch noch niemals einen Schädling damit eingehandelt. Die Schädlinge, die ich mir eingehandelt habe (von meinem Antivirus Programm aber sofort erkannt wurden), habe ich meist über Datenträger von Freunden und Kunden erhalten. Den IE und die Mailclients von Microsoft tragen daran sicher keine Schuld.
  • Das Risiko beginnt beim verwendeten Programm und betrifft auch Dateianhänge
    von Mag Zirnig am 29.01.2010 um 01:01
    Geht es um sichere E-Mail-Bearbeitung, muss man beim Grundsätzlichen beginnen. Der erste Schritt zur Unsicherheit ist die Verwendung der Windows-eigenen Programme, auf die sich der Artikel bezieht. Eben weil diese Programme aus Bequemlichkeit von so vielen genutzt werden, sind sie für die Programmierer von Schadsoftware das bevorzugte Angriffsziel. Wer statt des Internet Explorers den Mozilla Firefox und statt Outlook bzw. Windows Mail den Mozilla Thunderbird verwendet, schwächt nicht nur die unerwünschte Monopolstellung von Microsoft, sondert tut auch etwas für die eigene Sicherheit. Noch sicherer ist es, seine elektronische Post nicht mit einem am PC installierten E-Mail-Programm zu sichten, sondern über den Browser im Postfach eines kostenlosen E-Mail-Dienstes im Internet (sog. Freemailer). Dort fehlen vielleicht bestimmte Komfortfunktionen, dafür kann man sowohl die HTML-Ansicht als auch die Vorschaufunktion unbeschwert nutzen und außerdem von überall her auf seine Post zugreifen. Auf dem PC daheim sollte man neben dem Abschalten der Vorschau- und HTML-Funktion auch auf die Dateianhänge in E-Mails achten. Eine wichtige Verhaltensregel lautet, niemals einen Anhang zu öffnen, den man nicht angefordert hat. Auch Anhänge von bekannten Absendern bergen ein Risiko, wenn sie im Nachrichtentext nicht angekündigt und begründet werden, denn viele Schadprogramme verbreiten sich über die auf infizierten PCs gespeicherten E-Mail-Kontaktadressen. Im Windows-Explorer sollte man die Standardeinstellung ‘bekannte Dateierweiterungen ausblenden’ abwählen und sich alle Erweiterungen anzeigen lassen (Extras bzw. Organisieren\Ordneroptionen\Ansicht), damit Virenschreiber nicht ungewöhnliche Dateierweiterungen als Textdatei tarnen können (klassisches Beispiel: der E-Mail-Wurm ‘I love you’ mit der doppelten Erweiterung love-letter-for-you.txt.vbs.) Angehängte Office-Dateien sollten nicht mit einem Microsoft Office-Programm geöffnet werden, sondern mit einem Programm, das keine Makros ausführt, über die Viren verbreitet werden können. Dafür kommen die kostenlosen Microsoft-Alternativen Open Office und Star Office in Frage oder aber Windows-Wordpad. Zum Ansehen wählt man bei jedem Anhang im Kontextmenü (rechte Maustaste) ‘Öffnen mit’ und dann das Alternativprogramm oder man trägt dieses in die Voreinstellungen zum Öffnen von Dateien ein (im Windows Explorer über den Menüpunkt Ordneroptionen/Dateitypen beim jeweiligen Dateityp (z.B. .doc für Word-Dateien) durch Anwählen von Standard-Aktion ‘Öffnen’ und ‘Bearbeiten’). Beim Online-Banking besteht der Grundschutz gegen Phishing-Versuche und Schadprogramme darin, dass man den Browser neu startet, die Bank-Adresse in die Adresszeile eingibt (manuell oder über Lesezeichen, niemals über einen Link in einer E-Mail) und keine anderen Browser-Fenster oder –Reiter öffnet.
Bild: VKI