Fa. Hewlett Packard: Tintenstrahldrucker

Ersatzteile: gibts ned!

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Konsument 7/2006 veröffentlicht: 22.06.2006

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Hinter den Vorhang schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten - in diesem Fall geht es um einen Tintenstrahldrucker von Hewlett Packard.

Seit 1990 benutzte ich ausschließlich Tintenstrahldrucker von Hewlett Packard mit vollster Zufriedenheit. Mittlerweile habe ich mit dem HP-Deskjet 5550 den 5. Drucker in Verwendung. Beim letzten Patronenwechsel setzte sich jedoch trotz geöffnetem Schacht der Patronenschlitten in Bewegung und hat die Bolzenhalterung der schwarzen Patrone abgerissen. Dieses Ersatzteil wollte ich nachbestellen. Dies gelang mir aber nicht, obwohl ich es an mehreren Stellen versuchte. Bei Hewlett Packard wurde mir schließlich mitgeteilt: Sollte ein Defekt vorliegen, muss das Gerät eingeschickt werden. Man nannte mir diesbezüglich eine Adresse. Trotz meines Hinweises, dass die Reparatur maximal eine Minute betrage und ohne spezielle mechanische Kenntnisse durchgeführt werden kann, konnte ich nichts erreichen. Das Ziel ist klar: Besteht noch Garantieanspruch, dann soll man das Gerät einschicken. Besteht dieser Anspruch nicht mehr, soll man den Drucker entsorgen und einen „neuen“ kaufen, selbst wenn der Reparaturteil nur wenige Cent kostet. Eine Lehre habe ich daraus gezogen: An meinem nächsten Drucker werden die Buchstaben „HP“ mit Sicherheit fehlen!

Walter Luttinger
Gunskirchen

Hewlett Packard gab dazu folgende Stellungnahme ab:

Dieses Ersatzteil ist für Endkunden nicht verfügbar. Als Ersatzteile werden nur Teile angeboten, die vom Kunden ohne erhebliche Eingriffe in das Gerät ausgetauscht werden können. Sämtliche Reparaturen, die es erforderlich machen, das Gerät zu öffnen und Teile der internen Mechanik zu demontieren, werden in unseren Werkstätten vorgenommen. Die einzige Möglichkeit besteht darin, das Gerät im Zuge einer Standardreparatur zu einem Preis von 132 Euro plus Mehrwertsteuer auszutauschen. Kunden bekommen bei einem Defekt ihres Gerätes generell ein generalüberholtes, geprüftes Austauschgerät – auch außerhalb einer bereits abgelaufenen Garantie. Dabei werden nicht nur die eigentlichen Defekte behoben, sondern auch alle Verschleißteile ausgetauscht. Jedes HP-Gerät durchläuft einen vorgegeben Reparaturprozess. Damit fallen die Reparaturkosten insgesamt für den Kunden in einer Durchschnittsbetrachtung niedriger aus. Eine individuelle Reparatur und damit verbundener Austausch von Einzelteilen käme im Schnitt wesentlich teurer, weil individuelle Bearbeitungs-, Versand- und Lagerhaltungskosten anfallen.

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