Onlinespiele

Gratis spielt's kaum

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 2/2014 veröffentlicht: 30.01.2014

Inhalt

Onlinespiele - free to play: Im Internet werden Tausende Spiele kostenlos angeboten. Viele davon können trotzdem teuer kommen, denn ohne Investitionen bleibt der Erfolg bald aus.

Die Zeiten, als man sich am PC mit den vor­installierten Spielen Minesweeper und Solitaire die Zeit vertrieb, sind vorbei. Gibt man "kostenlose Onlinespiele", "F2P" oder „free to play“ in eine Internet-Suchmaschine ein, erhält man binnen Sekunden eine mehrere Tausend Treffer umfassende Liste. Das Angebot reicht von kleinen Geschicklichkeits­spielen für zwischendurch bis hin zu kom­plexen Szenarien, an denen Teilnehmer über Monate oder Jahre hinweg dranbleiben.

Umfangreiches Angebot

Es gibt Aufbau-, Strategie-, Action- und Rollenspiele sowie etliche weitere Genres. Technisch unterscheidet man zwischen Spielen, bei denen man Software auf dem Computer installiert, den Internetzugang aber benötigt, um mit anderen Spielern zu interagieren, und solchen Spielen, die rein mit dem ­Browser aufgerufen werden (Browsergames).

Bei den meisten Spielen geht es auf die eine oder andere Art ums Gewinnen. Das Ziel kann sein, Fertigkeiten und Ausrüstung der gewählten Spielfigur (des Avatars) zu ver­bessern, Position und Prestige zu heben, in Kämpfen zu siegen, die größeren Städte zu errichten

Wirtschaftliche Interessen

Obwohl F2P-Games als kostenlos angepriesen werden, können sie für die Spieler ganz schön teuer werden. Die Anbieter stellen Spiele nicht aus purer Menschenfreundlichkeit ins Netz; es muss ein Einkommen erwirtschaftet werden. Wer die Spieleentwicklung als Hobby betreibt, gibt sich möglicherweise mit Einkünften zufrieden, die gerade einmal die Kosten für Server, Strom oder Wartung decken. Soll damit allerdings der Lebens­unterhalt finanziert, ein Unternehmen hochgezogen oder ein Konzern in den schwarzen Zahlen gehalten werden, braucht es erheblich mehr.

Zugangsgebühren bei F2P-Games tabu

Zugangsgebühren von Spielern zu verlangen, ist bei F2P-Games freilich tabu. Die Finan­zierung des Spielbetriebs über Werbung ist lediglich für Hobbyanbieter eine Option, denn die Höhe der erzielbaren Einkünfte ist begrenzt. Obendrein wird Werbung von den Spielern meistens als störend empfunden.

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Tätigkeiten des Netzwerkes der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net).


Lesen Sie auch folgende Artikel zum Thema: Jugendliche und neue Medien, Test: Spielkonsolen, Computerspiele: Orientierung und Computerspiele: PEGI-Kennzeichnung

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
5 Stimmen
Weiterlesen
Bild: VKI