Suchmaschinen

Anonym suchen

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KONSUMENT 6/2014 veröffentlicht: 22.05.2014

Inhalt

KONSUMENT-Computertipps: Wir zeigen, wie Sie Umwege vermeiden, Probleme lösen und informieren über nützliche Alternativen. - Diesmal: Wenn keine Zeit für Mausklicks ist: Der unersättliche Wissensdurst des „Datenkraken“ Google ist bekannt. Die Nutzung alternativer Suchmaschinen bringt ein Stück Anonymität zurück.

Wer im Internet surft, hinterlässt Datenspuren. Und wer Sucheingaben via Google tätigt, gibt Informationen über seine Interessen weiter. Der Aufenthaltsort wird vom Computer gleich mitgeliefert. Eine Folge davon sind personalisierte Werbeeinblendungen. Doch das ist nicht alles. Millionen von Smartphone-Nutzern haben ein Google-Konto. So kennt Google unser Geschlecht, unser Alter, unsere Freunde und Bekannten – oft hat man ja keine Wahl, bestimmte Informationen preiszugeben, wenn man einen Dienst nutzen möchte. Und Google darf diese Informationen an Dritte weiterverkaufen.

Informationssammlung der Suchbegriffe

Das hat fürs Erste keine erkennbaren Konsequenzen – aber stellen Sie sich vor, Sie recherchieren aufgrund der Erkrankung eines Familienangehörigen zum Thema Herzinfarkt. Später möchten Sie eine Zusatzkrankenversicherung abschließen, doch die Versicherungsgesellschaft lehnt Sie ab oder verrechnet eine deutlich höhere Prämie, weil Sie laut den über Sie vorliegenden Informationen zu einer Risikogruppe zählen.

Alternative Suchmaschinen zahlen sich aus

Anonymität im Internet ist zwar eine Illusion, doch die Nutzung alternativer Suchmaschinen ist sinnvoll. Infrage kommen duckduckgo.com und ixquick.com, die Sucheingaben nicht nachverfolgen oder speichern und zusätzliche indivuelle Einstellungsoptionen bieten. Wer mit den Treffern, die sich von Google teils deutlich unterscheiden, unzufrieden ist, findet in der aus ixquick hervorgegangenen startpage.com einen guten Kompromiss. Ihr liegt zwar die Google-Suche zugrunde, die Anonymität bleibt aber trotzdem erhalten.

Anonymität nur so lange bis auf den Ergebnislink geklickt wird

Die ist freilich bei allen drei Anbietern nur so lange gewährleistet, bis Sie auf einen der Links klicken. Danach bewegen Sie sich wieder offen im Internet. Ixquick und Startpage bieten zwar auch die Möglichkeit des anonymen Öffnens von Webseiten via Proxyserver, allerdings beeinträchtigt dies Geschwindigkeit und Funktionalität. Praktikabler ist auch hier ein Kompromiss in der Form, dass man in den Browsereinstellungen die Annahme von Drittanbieter-Cookies deaktiviert und so die Nachverfolgbarkeit reduziert.


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Kommentare

  • Anonymität ...
    von vgz7 am 17.07.2014 um 16:02
    Wer s anonymer möchte sollte das Tor Browser Bundle auprobieren: https://www.torproject.org/download/download-easy.html.en
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