Pangasius im Test

Viel Wasser, wenig Geschmack

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Konsument 10/2008 veröffentlicht: 17.09.2008

Inhalt

  • Wasserschicht macht bis zu 20 Prozent aus
  • Eine Probe mit Arzneimittel kontaminiert
  • Offene Ware meinst nicht korrekt deklariert

Zuchtfisch aus dem Mekongdelta

Vor fünf Jahren noch unbekannt, hat der aus dem Mekongdelta kommende Pangasius den heimischen Markt rasant erobert. Er enthält kaum Gräten und ist geschmacksneutral. So trifft der Zuchtfisch aus der Welsfamilie den Geschmack von Herrn und Frau Österreicher anscheinend genau. Vielleicht auch, weil er sich dadurch gleichermaßen für trendige Wok-Gerichte eignet wie auch zum Panieren. Und in einer knusprigen Bröselhülle tolerieren ihn sogar die immer noch zahlreichen Fischverächter auf ihren Tellern.

Häufig beanstandet

Was in heimischen Küchen, Gasthäusern und Kantinen Furore macht, wollten wir uns in diesem Test jedenfalls einmal genauer ansehen. Nicht zuletzt deshalb, weil Pangasius wie vieles, das aus südostasiatischer Aquakultur stammt, in der EU bei Kontrollen relativ häufig beanstandet wurde.

Offen und verpackt

Wir haben in unserem Test im Juni 2008 in 15 Geschäften 15 verschiedene Pangasiusprodukte – elf davon tiefgekühlt – erstanden und die Kennzeichnung überprüft. Anschließend haben wir sie auf Arzneimittel und Malachitgrün untersucht und verkostet. Malachitgrün wurde bzw. wird verbotenerweise als Tierarzneimittel zur Behandlung von Fischen gegen Parasiten, Pilzbefall und bakterielle Infektionen eingesetzt. Der Stoff steht im begründeten Verdacht, das Erbgut zu schädigen und Krebs auszulösen. Die offene Ware wurde auch noch einer bakteriologischen Prüfung unterzogen.

Lesen Sie auch unseren Kommentar: "Pangasius: Auf Eis"

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