Haustierfutter

Für Hund und Katz

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 20.12.2010, aktualisiert: 28.04.2011

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Was im Tierfutter drin ist und was auf keinen Fall in den Napf sollte.

Wenn es um das Wohl von Lumpi, Waldi und Murli geht, ist das Beste gerade gut genug. Alleine im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten (über den Umsatz im Fachhandel liegen uns keine Zahlen vor) werden hierzulande rund 250 Millionen Euro pro Jahr für die Verköstigung von Hund und Katz ausgegeben. Die Auswahl ist groß und entsprechend hoch die Wahrscheinlichkeit, den Geschmack des geliebten Vierbeiners zu treffen.

Gewohnheitstier Stubentiger

Welche Nahrung bevorzugt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben Rasse, Alter und Gesundheitszustand spielt auch das erworbene Nahrungsverhalten eine Rolle. Vor allem Katzen sind Gewohnheitstiere und verweigern schon einmal das neue Futter. Derartigen Attitüden kann man vorbeugen, wenn man bereits bei Jungtieren für Abwechslung im Napf sorgt.

Kontinuität sollte dagegen bestehen, was die Zahl der Mahlzeiten angeht. Katzen benötigen ihr Futter in zwei bis drei Portionen am Tag. Es sollte Zimmertemperatur haben und an einem ruhigen, gut zugänglichen Ort angeboten werden. Wichtig ist auch, dass die Tiere jederzeit Zugang zu Wasser und ungiftigen Grünpflanzen (zu Gräsern oder grasähnlichen Pflanzen) haben. Dass Katzen gerne an Grashalmen knabbern, hat vermutlich zwei Gründe: Zum einen benötigen sie die pflanzlichen Bestandteile als Nahrungsergänzung, darüber hinaus dienen sie als Hilfsmittel, um verschluckte und unverdauliche Haare herauswürgen zu können. Verzichtbar sind dagegen sogenannte Leckerlis. Diese sollten Katzen, wenn überhaupt, nur gelegentlich angeboten werden.

Zugang zu Wasser

Auch bei Hunden empfehlen wir einen sparsamen Umgang mit den kleinen Häppchen. Sie eignen sich zur Belohnung für erfolgreich absolvierte Aufgaben. Wie oft ein gesunder Hund pro Tag gefüttert werden sollte, hängt von Alter, Rasse und zu erbringender Leistung ab. Bei einem erwachsenen Tier kann eine Fütterung am Tag ausreichend sein. Wichtig ist auch hier, dass Wasser jederzeit an einem bestimmten Platz frei zugänglich ist. Vor allem große Hunde benötigen nach dem Fressen zwei bis drei Stunden Ruhe, da sonst die Gefahr einer Magendrehung besteht. Füttern Sie möglichst immer zur gleichen Zeit am selben Ort. Das Futter sollte mindestens Zimmertemperatur haben.

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Kommentare

  • Warum überhaupt Fertigfutter
    von hausmaus am 15.03.2011 um 14:02
    Wie auch ein anderer Leser hier vermisse ich den Hinweis auf die einzig artgerechte Möglichkeit der Fütterung. Sowohl Hunde- als auch Katzenbesitzer (und sicher auch die anderer Kleintiere) werden von der Futtermittelindustrie irregeführt. Dabei ist es einfach und vor allem viel kostengünstiger, ein Tier artgerecht mit rohem Fleisch und - im Fall von Hunden - Gemüse zu ernähren. Fertigfutter bestehen zum überwiegenden Teil aus Pflanzen. Das ist für die Produzenten billig, dem Tier gegenüber aber unrecht! Einen Carnivoren wie einen Haushund mit Maispellets zu füttern ist im Grunde nichts anderes als Tierquälerei. Seit einigen Jahrzehnten hat sich aber in der Bevölkerung, unterstützt vor allem durch die Tierärzte, die sich ein schönes Zubrot mit den Futtersäcken verdienen, die Meinung breit gemacht, man könne ein Tier unter gar keinen Umständen selbständig ernähren. Uns selber traut man das gerade noch so zu, ein Hund bekommt die richtigen Nährstoffe und Vitamine aber ausschließlich aus dem Beutel?! Dazu eine Frage: würden Sie Ihrem Kind jahraus, jahrein Ravioli in Tomatensauce, aus dem Beutel, mit Wasser angerührt zu essen geben, wenn man Ihnen garantiert, dass Sie nur so die richtige Nährstoffzufuhr gewährleisten können? Wo bleibt bei der Tierernährung der berühmte Hausverstand? Ich hätte mich über eine etwas kritischere Sichtweise in einem derartigen Artikel gefreut!
  • Fütterungsmenge
    von buländer am 19.01.2011 um 14:46
    Als Ergänzung möchte ich als langjähriger Hundebesitzer (derzeit mein dritter Hund) anführen: Die auf den Packungen angegebenen Fütterungs-Mengenempfehlungen sind in der Regel viel zu hoch. Ein Hund mit ausreichend Bewegung kommt mit etwa 75 Prozent der empfohlenen Fütterungsmenge leicht aus. Hunde mit geringerem Bewegungsdrang (ältere Tiere) brauchen noch weniger.
  • AW: ... und bin so klug als wie zuvor ...
    von REDAKTION am 11.01.2011 um 16:44

    Was im Tierfutter genau drin ist wüssten wir selber gerne, allein die Liste der zugelassenen Zusatzstoffe ist schier unendlich.

    Da die Hersteller viele der im Produkt verwendeten Zusatzstoffe nicht deklarieren müssen, wäre ein Nachweis also nur über aufwändige Verfahren möglich. Dies ist jedoch mit Kosten verbunden, die unser Budget bei weitem sprengen würden. Auch bei den Hauptbestandteilen dürfen die Hersteller anstelle der einzelnen Zutaten Kategorien anführen. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse können sowohl Muskelfleisch als auch Tiermehl bedeuten, dies steht auch im Artikel.

    Die Preise wurden lediglich aus Vergleichsgründen erhoben. Uns interessierte, ob eine selbst hergestellte Ration günstiger als eine Fertigportion kommt oder nicht. Beim Preisvergleich haben wir lediglich Stichproben gezogen. Es könnte also durchaus sein, dass man Futter günstiger bzw. teurer als 0,86 bzw. 2,95 Euro/Tag erwerben kann. Deshalb haben wir darauf verzichtet, die jeweiligen Marken zu nennen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • ... und bin so klug als wie zuvor ...
    von escargot am 10.01.2011 um 18:26
    Sehr gespannt war ich auf den den Bericht! Erwartete ich mir doch, ENDLICH zu erfahrn, was denn wirklich im (Katzen)Futter steckt. Stecken Geschmacksverstärker und andere in der Humanernährung längst verpönte Zusatzstoffe drinnen? Und wenn ja, welche Marken enthalten sie nicht? Lohnt sich die Investition in teures Tierarzt-Futter oder ist das nur Marketing-Nepp? Welches Futter, welche Marke können Sie empfehlen? Umso enttäuschter war ich nach Durchlesen dieses Artikels! So wie dieser Artikel daherkommt, hätte er auch in jeder Tier-Zeitschrift abgedruckt sein können. Schade! Sie schreiben zwar, dass Kostenspannen z.B. von 0,86 und 2,95 Euro/Tag ergeben, diese Information macht aber für KonsumentInnen nur Sinn, wenn Sie auch angeben, welche Marken Sie dafür herangezogen haben. Dass z.B. Sheba teurer als die Eigenmarken ist, hat sich bei KatzenhalterInnen schließlich auch schon herumgesprochen ...
  • Barfen: "Biologisch Artgerechtes Roh Füttern"
    von BaTheHei am 02.01.2011 um 22:18
    Ich finde es schade, dass in dem nun zweiten Beitrag zu Hundefutter in relativ kurzem Zeitraum nicht näher auf die Möglichkeit des Barfens eingegangen wird. Aus meinem eigenen Hundebekanntenkreis weiß ich, dass das Interesse daran sehr groß ist. In diesem Zusammenhang wäre es für viele Hundebesitzer sicher von Interesse zu erfahren, was in Fertigfutter KONKRET tatsächlich so alles drinnen stecken kann und darf - auch in entsprechend teuren Spezialfuttern, die zum Teil von Tierärzten vertrieben werden. Als mein Hund ins Haus kam, war Barfen ursprünglich keine Option für mich - auch noch für den Hund "kochen", wo kommen wir denn da hin!, dachte ich mir. Bis ich das Thema dann doch streifte und mir klar wurde, dass herkömmliches Fertigfutter trotz Wunderzusatzstoffen nicht gesund sein kann, wenn die Basisausgangsstoffe einfach Müll sind. Allen Interessierten kann ich die Broschüren über BARF von Swanie Simon (zB über Amazon erhältlich) ans Herz legen, die meines Erachtens das Thema mit Hausverstand behandelt. Vielleicht gibt es im Rahmen eines zukünftigen Tests zum Thema einen entsprechenden Schwerpunkt? Mit freundlichen Grüßen B.H.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo