Banken

Treue lohnt sich nicht

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 17.03.2010

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Viele Vorschriften des neuen Zahlungsdienstegesetzes werden von den Banken eingehalten. Die Geldinstitute sind allerdings sehr kreativ, wenn es um das Erschließen neuer Einnahmequellen geht.

Mit 1. November 2009 wurde der Zahlungsverkehr in Österreich neu geregelt. So verbietet das Zahlungsdienstegesetz Schließgebühren, wenn jemand mit seinem Girokonto zu einer anderen Bank wechselt. Im Auftrag der Wiener Arbeiterkammer haben wir untersucht, ob sich die Geldinstitute daran halten und wie das Wechseln funktioniert.

Eröffnen meist problemlos

Nachdem wir Konten bei sieben Banken im Raum Wien (Bank Austria, BAWAG, Erste Bank, easybank, Hypo NÖ, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und Volksbank Wien) eröffnet und dort Transaktionen durchgeführt hatten, veranlassten wir etwa sechs Wochen später den Wechsel zu einer anderen Bank. Als Erstes besuchten unsere Tester Bankfilialen, ließen sich ein Informationsblatt geben und wählten mit dessen Hilfe eine Kontovariante aus – im Allgemeinen die billigste, bei der eine Bankomatkarte inkludiert ist. Dann wurde der Kontoantrag ausgefüllt und abgegeben.

Internetbank easybank

Bei der easybank, die eine reine Internetbank ist, läuft es anders: Hier holt man sich Infos und Antrag aus dem Internet und geht damit in eine BAWAG- oder Postfiliale. Im ländlichen Raum erlitten wir damit jedoch zweimal Schiffbruch. Die Postmitarbeiter wussten entweder nichts damit anzufangen oder verwiesen uns an die BAWAG. Generell müssen wir kritisieren, dass wichtige Unterlagen wie Kundenrichtlinien, Geschäftsbedingungen oder Preisblatt dem Neukunden nicht bei allen Banken ausgehändigt wurden.

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Kommentare

  • Easybank kombiniert mit DKB - Vorsicht Inländersteuerstatus DKB
    von weisshaeupl am 07.06.2013 um 14:19
    Für mich ist zur Zeit die optimale Lösung eine Kombination von Easybank und DKB. Alle gewöhnlichen österreichischen Bankgeschäfte laufen über 3 Gratiskonten der Familie bei der EasyBank. Die DKB bietet das unschlagbare Visakonto mit Gratis Bargeldabhebung auf der ganzen Welt und guten Zinsen. Das würde mich mehrer Hundert Euros jährlich bei meiner bisherigen Bank kosten. Eine Warnung bei der Kontoeröffnung bei der DKB. Obwohl sie österreichische Kunden bewirbt, meine Anmeldung aus Österreich bekam, ich österreichische Adresse und österreichische Staatsbürgerschaft angab, stufte mich die DKB ohne zu fragen als Steuerinländer in Deutschland ein und zog Kapitalertragssteuer ab. Auf mein Urgieren auf Rückzahlung reagierte die Bank zuerst negativ, nach einem etwas geharnischten Brief wurde die einbehaltene Steuer auf dem Kulanzweg rückerstattet. Bei der Kontoeröffnung also auf jeden Fall sofort auch den Steuer-Ausländerstatus beantragen.
  • DKB
    von innukonsument am 13.08.2011 um 01:21
    ich nutze die DKB seit mehr als 2 Jahren als Zweitkonto und ich bin sehr zufrieden. Den Hinweis des Konsumententeams, dass es mühsam sein sollte mit dem DKB-Team Kontakt aufzunehmen und mit ihnen zu kommunizieren, kann ich keineswegs bestätigen, ganz im Gegenteil. So was von nett habe ich in Österreich noch nie erlebt und die Antworten waren stets korrekt. Bestätigen kann ich die Sache mit den Lastschriften - die gehen anscheinend noch immer nicht, aber in 1-2 Jahren sollte dank EU auch hier endlich Abhilfe vorhanden sein. Das Geld beheben geht super toll mit der Visa Kreditkarte. Ganz gleich ob in Österreich, Deutschland oder den USA - immer schön kostenlos :) Mein Fazit bisher: Ich bin zufrieden mit meinen DKB Konto als Zweitkonto
  • Einspruch gegen Änderungen
    von REDAKTION am 11.02.2011 um 10:26
    Ein Einspruch gegen geplante Änderungen bei Entgelten oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist immer mit dem Risiko verbunden, dass die Bank dann den Vertrag zu den bisherigen Bedingungen nicht mehr aufrecht erhalten möchte und kündigt. Das kann sie aber nur nach den - in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder den gesetzlichen Bestimmungen enthaltenen - Vorgaben. Das bedeutet: die jweiligen Kündigungsfristen muss die Bank dann einhalten. Ihr KONSUMENT-Team
  • Kontogebührenerhöhung
    von innergebirg am 10.02.2011 um 21:34
    "Immerhin kann man schriftlich binnen zwei Monaten ab Zustelldatum dagegen Einspruch erheben. Dann bleibt kontomäßig alles beim Alten. Die Form der Änderung „Wer schweigt, stimmt zu“ ist hier leider rechtlich gedeckt. Es ist damit zu rechnen, dass dies kein Einzelfall bleibt." Was bedeutet das? Bleiben die Kontogebühren die gleichen wie vor der Erhöhung? Wie wird eine Bank darauf reagieren?
  • AW: DKB empfehlenswert
    von REDAKTION am 27.05.2010 um 13:33

    Für Konsumenten in Deutschland kann dieses Konto sicher vorteilhaft sein. Österreichische Konsumenten müssen sich jedoch bei Problemen mit der Bank nach Deutschland wenden, was erfahrungsgemäß mühsam und langwierig ist.

    Ihr Konsument-Team

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