Genossenschafts-Wohnungen

Abrechnen beim Ausziehen

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Konsument 2/2011 veröffentlicht: 21.01.2011

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Beim Auszug aus einer Genossenschaftswohnung wird abgerechnet. So funktioniert die Rückzahlung des Finanzierungsbeitrages.

Wer eine Wohnung einer gemeinnützigen Bauvereinigung anmietet, muss fast immer einen größeren Einmalbetrag bezahlen, den sogenannten Finanzierungsbeitrag (Grund- bzw. Baukostenbeiträge). Der ­Finanzierungsbeitrag erfüllt den Zweck ­einer Mietzinsvorauszahlung.

Durch die Einhebung von Finanzierungsbeiträgen der Mieter kann der Einsatz von Fremd­kapital und Eigenmitteln der gemeinnützigen Bauvereinigung für das Bauprojekt in Grenzen gehalten werden. Dadurch fallen die monatlichen Belastungen für die Mieter geringer aus. Ein höherer Finanzierungsbeitrag der Mieter bei Erstbezug der Baulichkeit hat also ein niedrigeres laufendes Entgelt zur Folge und umgekehrt ein niedrigerer Finanzierungsbeitrag ein höheres laufendes Entgelt.

Rückzahlung hat binnen acht Wochen

Bei Mietende muss die gemeinnützige ­Bauvereinigung den eingehobenen Finanzierungsbeitrag abzüglich der vorzunehmenden Abwertung an den Mieter zurückbezahlen. Die Rückzahlung hat binnen acht Wochen nach Rückstellung der Wohnung durch den Mieter zu erfolgen.

Ein Prozent pro Jahr

Die derzeit geltenden Bestimmungen des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes sehen vor, dass der Finanzierungsbeitrag um ein Prozent pro Jahr abgewertet (abgeschrieben) wird. Diese Abschreibung wird meist als „Verwohnung“ bezeichnet. Sie wird immer ab dem Datum des Erstbezugs berechnet. Nicht vollendete Jahre der ­Mietdauer werden aliquot nach Monaten berücksichtigt.

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Kommentare

  • In Deutschland...
    von MaRuschka am 30.04.2011 um 08:52
    bekommt man bei Auszug den Finanzierungsbeitrag zur Gänze zurück, kein Abzug von 1 % jährlich wie bei uns. Weiss nicht, warum man es dort schafft, habe das Gefühlt, bei uns wird man abgezockt.
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