Hörgeräte- und Brillenversicherungen

Scharf hinschauen!

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Konsument 1/2010 veröffentlicht: 03.12.2009

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Versicherungen sollte man nicht ohne vorherige Information abschließen. Eine fundierte Auskunft fehlt aber bei Brillen- oder Hörgeräteversicherungen, die beim Kauf angeboten werden.

„Unsere Kunden ärgern sich, wenn sie sich auf die Brille draufsetzen und keine Versicherung haben, die ihnen den Schaden ersetzt“, meint der Vertreter einer großen Optikkette. Und das ist auch eines der Argumente, mit denen Versicherungen für Brille oder Hörgerät beworben werden.

Information ist Mangelware

Das zweite Argument betrifft die niedrige Prämie. „5 Euro im Jahr, das sind nur 1,5 Cent pro Tag“, rechnet die Optikkette Pearle vor. So viel kostet die Versicherung für eine Brille im Wert von 100 Euro. Ob man einen Billig-Sehbehelf überhaupt versichern muss, steht auf einem anderen Blatt. Und Versicherungen für hochpreisige Brillen haben entsprechend höhere Prämien.

Auch wird der Schaden nicht zur Gänze ersetzt. Daher kann es sein, dass die Versicherung im Ernstfall wenig nützt. So wäre es wünschenswert, wenn man sich über die konkreten Bedingungen dieser Polizzen vorab informieren könnte. Im Internet gibt es darüber aber leider keinerlei Informationen. Aber nur so wäre man für die Frage „Brauchen Sie eine Versicherung?“ gewappnet, die beim Kauf spätestens an der Kassa kommt wie das Amen im Gebet.

Fast alle Unternehmen bieten Versicherungen an

Alle Unternehmen, die in unserem Test von Hörgeräteakustikern vertreten waren, haben wir zu Hörgeräteversicherungen befragt. Fünf der sechs Ketten haben eine im Angebot: Audiophon und Neuroth versichern über die Grazer Wechselseitige, Hartlauer bei der Allianz, Pachmann bei der Generali. Hansaton bietet keine Versicherung an, sondern das Servicepaket „Besser hören“.

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