Internet-Gaunereien: Gratisdienste & Kundenfang

Tipps gegen Abzocke

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Konsument 7/2007 veröffentlicht: 20.06.2007

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Mit angeblichen Gratisdiensten und allerlei interessanten Angeboten gehen Firmen im Internet auf Kundenfang. Von Kosten und einem Vertrag ist auf den ersten Blick oft nichts zu merken.

Jugendliche als Betroffene

Das böse Erwachen folgt, wenn eine Rechnung kommt. Hunderte Konsumentinnen und Konsumenten haben sich in den letzten Monaten bei uns gemeldet. Oft betroffen: Jugendliche, die im Internet surfen und „spaßhalber“ derartige Sites anklicken. Hervorgetan hat sich – wie wir aus vielen Leseranfragen wissen – etwa die Firma VitaActive LTD mit den Sites iqfight.de und lebenserwartung.de. Das Amtsgericht München hat dem nun einen Riegel vorgeschoben. Die Firma hatte eine Konsumentin geklagt, die eine Rechnung über 30 Euro für einen Test bei lebenserwartung.de nicht zahlen wollte.

Hinweis auf Kostenpflicht gut versteckt

Nach Prüfung der Website entschied die Richterin, dass dem Besucher zunächst bewusst vorenthalten wird, dass es um eine kostenpflichtige Leistung geht. Der Hinweis darauf ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gut versteckt. Weil die Website nicht den Anschein erweckt, dass entgeltliche Leistungen angeboten werden, ist die Klausel ungewöhnlich und überraschend und damit unwirksam – so das Gericht.

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