Konto und Bank wechseln

Ruck, zuck erledigt

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KONSUMENT 10/2011 veröffentlicht: 22.09.2011

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Beim Konto- und Bankwechsel sind die österreichischen Banken Spitze. Nun muss der ­ziemlich problemlose Umstieg nur noch von den Kunden angenommen werden.

Nicht einmal jeder Zehnte wechselt die Bank

Einmal dabei, immer dabei: Wenn die Europäer ein Konto bei ­einer Bank eröffnet ­haben, dann bleiben sie ihr meist ein Leben lang treu. Nicht einmal jeder Zehnte, so das Ergebnis einer Studie des europäi­schen Verbraucherverbandes BEUC, hat bislang gewechselt, während es bei der Autoversicherung immerhin jeder Vierte war, und auch den Internetprovider hat schon jeder fünfte Europäer mindestens einmal gekündigt.

Einfacher und schneller das Konto wechseln

Die Österreicher bilden da keine Ausnahme – obwohl es kaum ein Land in der EU gibt, wo der Bankwechsel so einfach und problemlos abläuft wie hierzulande, und auch selten so rasch. Wir haben kürzlich eine Erhebung im Auftrag der ­Arbeiterkammer Wien bei sieben großen ­heimischen Bankinstituten (Bank Austria, BAWAG, easybank, Erste Bank, HYPO NÖ, Raiffeisen NÖ-Wien und Volksbank Wien) durchgeführt. Dabei dauerte es im Höchstfall gerade sieben Bankwerk­tage, bis das alte Konto aufgelöst und das neue Konto einsatzbereit, also das Gut­haben des alten auf das neue übertragen war. ­Diese Zeit­spanne entspricht den Emp­fehlungen des Bankenverbandes und ist eine deutliche ­Verbesserung gegenüber unserer letzten ­Untersuchung vor eineinhalb Jahren.

Bank wechseln: spesenfrei

Auch damals schauten wir uns an, wie schnell die heimischen Banken sind, wie gut ein Wechsel funktioniert und ob er – so wie es seit 2009 gesetzlich vorgesehen ist – ohne Gebühren abläuft. In Einzelfällen dauerte der Wechsel von der Erteilung des Auftrags bis zum endgültigen Übertrag und der Still­legung des Kontos damals noch 21 Bankwerktage. Das wurde diesmal deutlich unterschritten. Erfreulich ist auch, dass damals wie heute keine Gebühren für den Wechsel veranschlagt wurden. Einzig für den abschließenden Kontoauszug, der nach Hause geschickt wird, können unter Umständen Portokosten anfallen. Ansonsten ist ein Kontowechsel spesenfrei.

Kontowechsel: Info-Lücke füllen

Gleich geblieben sind aber auch zwei Dinge, die wir schon damals als verbesserungs­würdig erachteten. Das eine betrifft Informationen zum Kontowechsel auf den Home­pages, das andere die Beratungsqualität in den Zweigstellen. Nach wie vor geben nur Bank Austria, BAWAG und Erste Bank ausführliche Online-Informationen zum Thema und verweisen auch darauf, dass bei den Einziehungsaufträgen die Mithilfe des Kunden gefordert ist.

Raiffeisen NÖ-Wien und HYPO-NÖ: "Wir erledigen das für Sie"

Raiffeisen NÖ-Wien und HYPO NÖ beschränken sich hingegen auf eher wenig infor­mative Werbeaussagen nach dem Motto „Wir erledigen das für Sie!“. Volksbank und easybank ersparen sich sogar das. Unzureichende Information auf der Home­page ist ein Manko, denn immer mehr Konsumenten holen zunächst einmal Informationen übers Internet ein und könnten hier gleich über die richtige Vorgangsweise informiert werden.

 

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