Sparen: Zinsen kontrollieren

Der Bank auf die Finger geschaut

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 18.12.2010

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So rechnen Sie die Zinsen auf Ihrem Sparbuch nach.

Um den Jahreswechsel ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, auch bei der Spareinlage. Unabhängig davon, ob es sich um ein klassisches Buch, eine Sparcard oder eine Online-Spareinlage handelt. Mit 31.12. werden die ­Zinsen fürs zu Ende gehende Jahr berechnet und gutgeschrieben. Zumindest überschlagsmäßig kann man die Berechnung prüfen.

Das sagt das Gesetz

Die Verzinsung ­beginnt am Tag, der der Einzahlung folgt (Wertstellungstag). Der Monat wird mit 30 Tagen, das Jahr mit 360 Tagen gerechnet. Beträge, die man binnen 14 Tagen nach Einzahlung ­wieder abhebt, werden nicht verzinst. Ein ausbezahlter Betrag geht immer zulasten der zuletzt einbezahlten Beträge. Zinsen werden bis einschließlich des der Auszahlung vorangegangenen Kalendertages berechnet.

Zinsen steigen und sinken

Wenn bei Spareinlagen kein fixer Zinssatz vereinbart wird, verwenden die Banken seit 2007 Zinsgleitklauseln. Daher steigt oder fällt der Zinssatz auf dem Sparbuch so, wie sich ein bestimmter Leitzinssatz – sehr oft ist es der 3-Monats-Euribor – verhält.

Theoretisch könnte es bei dieser ­Berechnungsmethode sogar zu Negativzinsen kommen. Die hat der Oberste ­Gerichtshof aber für unzulässig erklärt. Daher sehen die Zinsgleitklauseln immer eine Mindestverzinsung vor, die nicht ­unterschritten werden kann, derzeit meist 0,125 %, in einzelnen Fällen sogar unerlaubterweise 0 %.

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