Steuern absetzen

Steuertipps

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KONSUMENT 10/2014 veröffentlicht: 25.09.2014

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Was kann man alles von der Steuer absetzen? Die Autoren des KONSUMENT-Buches "Steuern sparen" beantworten Leseranfragen.

Ich bin AHS-Lehrer und arbeite viel zu Hause. Kann ich meinen Arbeitsplatz steuerlich geltend machen?

Ein Arbeitszimmer ist nur dann steuerlich absetzbar, wenn es den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bildet. Für die Berufsgruppen der Lehrer, Richter, Politiker und Vertreter wurde dies bereits als nicht zutreffend entschieden. ­

Beruflich genutzte Gegenstände wie Schreibtisch und Bücherschrank außerhalb eines (anerkannten) Arbeitszimmers können Sie ebenfalls nicht geltend machen. Beruflich genutzte Arbeitsmittel wie PC inklusive Computertisch, Drucker und Faxgerät hin­gegen werden als Werbungskosten anerkannt.

Sie müssen sich jedoch eine private Nutzung abziehen lassen, die zumeist mit 40 Prozent angenommen wird. Bei Anschaffungen über 400 Euro ist der Kaufpreis auch auf die Nutzungsjahre zu verteilen.

Das Begräbnis unseres Vaters hat ins­gesamt 6.000 Euro gekostet. Welche Möglichkeiten gibt es, von der Finanz ­etwas refundiert zu bekommen?

Begräbniskosten werden steuerlich nur dann anerkannt, wenn sie nicht durch das Nachlassvermögen gedeckt sind. Auch wenn vom Verstorbenen kurz vor dem Tod Liegenschaften mit einem Wert über den Begräbniskosten übertragen wurden, beteiligt sich der Fiskus nicht an den Kosten. Sonst gelten Höchst­beträge von 4.000 Euro für das Begräbnis ­inkl. Kränze und Leichenschmaus sowie weitere 4.000 Euro für ein einfaches Grabmal. Exhumierungs- und Über­füh­­rungs­kosten werden zusätzlich anerkannt.

Tipp: Im Jahr des Ablebens hat die verstor­bene Person üblicherweise zu hohe Steuern bezahlt, da Pension oder Arbeitseinkommen nicht über das ganze Jahr bezogen wurden. Die zu viel gezahlten Steuern können sich die Erben auf dem Wege eines Jahresausgleichs erstatten lassen.

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Kommentare

  • Steuerliche Absetzbarkeit des Auslandsstudiums
    von REDAKTION am 30.09.2014 um 16:17

    An idietrich: In Frage kommt eine Berücksichtigung als "außergewöhnliche Belastung". Ist ein Auslandsjahr verpflichtend im Studienplan vorgesehen, kann wohl von Zwangsläufigkeit iSd §34 Abs 3 EStG ausgegangen werden. Die steuerliche Geltendmachung eines Pauschalbetrages von EUR 110,00 pro Monat als außergewöhnliche Belastung gemäß § 34 Abs 8 EStG scheint daher möglich, mit dem Pauschalbetrag sind die tatsächlichen Kosten abgegolten.

    Auch bei Auslandsstudien im Rahmen eines (geförderten) Austauschprogrammes steht der Pauschalbetrag in der Regel zu (LStR 876). Weiters gibt es eine positive Entscheidung des UFS Wien vom 8.9.2010, RV/2066-W/10 zu einem verpflichtenden Auslandssemester.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Extraausgaben durch Auslandsstudium
    von idietrich am 26.09.2014 um 17:05
    Ist Ihre Aussage (dass die Kosten nicht absetzbar sind, wenn Kinder im Ausland studieren) auch dann gültig, wenn ein Auslandsjahr verpflichtend für den Abschluss des Studiums ist (IWW)?
  • Mundhygiene u. Implantate
    von Boehm1202 am 25.09.2014 um 15:32
    Ein Versuch ist es wert: Implantate und Mundhygiene wurden nach Rechnungsvorlage anerkannt !
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo