Höllinger Bio Marille

Verwässert

Seite 1 von 2

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 27.02.2012

Inhalt

   Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Ein Marillennektar, der sich erst im Kleingedruckten als solcher zu erkennen gibt. 

Das steht drauf: Höllinger Bio Marille

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist drin

"Seit 1998 steht der Name Höllinger für Geschmack und Regionalität. Unsere Bio-Produkte stehen für Nachhaltigkeit, Innovation und Erfolg in allen Distributionskanälen" so die Eigendefinition der Firma mit Sitz im niederösterreichischen Pressbaum. Innovativ ist vor allem das Verpackungsdesign der Fruchtsäfte des Unternehmens. Darauf kommen Kunden aber erst, wenn sie daheim das Kleingedruckte lesen.

Preisfrage: Eine einheitliche Verpackungslinie mit einem Traubensaft und einem Marillensaft. Beim einen steht die Bezeichnung "100 % direkt gepresst". Beim anderen "aus direkt gepresstem Marillenpüree" und der Hinweis "100 % natürlicher Geschmack" (Dass hier die "100 %" in extra großer und der "natürliche Geschmack" in ziemlich kleiner Schrift daherkommt, ist sicher reiner Zufall.) Also, was ist der Unterschied zwischen dem Trauben- und dem Marillensaft?" Keiner? Ein gewaltiger! Im ersten Fall handelt es sich nämlich um einen 100-prozentiger Saft, im zweiten dagegen lediglich um einen Nektar. Und auch wenn die Bezeichnung Nektar edel klingt. Solche Säfte haben nur einen Fruchtanteil von gerade einmal 40 %. Der Rest sind schlicht Wasser und Zucker!

Lebensmittelrechtlich ist natürlich alles in Ordnung. Wer die Sachbezeichnung sucht, findet sie auch. Das ändert allerdings nichts am bitteren Nachgeschmack, dass gutgläubige Kunden mit einem Verpackungsschmäh über den Tisch gezogen werden.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
12 Stimmen
Weiterlesen
Bild: Lebensmittel-Check auf Facebook - Jetzt Fan werden!