24h-Notdienst Zakhir Mutaskhanov

Überteuerte Rechnungen

Seite 1 von 3

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 07.02.2017, aktualisiert: 22.02.2017

Inhalt

Konsumenten beschweren sich über den 24h-Notdienst des Unternehmers Zakhir Mutaskhanov. Dieser verrechnet selbst für Kurzeinsätze horrende Summen. Der VKI rät zur Vorsicht, bevor man einen Notfalldienst in Anspruch nimmt.

2.900 Euro für eine Stunde

Beim VKI häufen sich die Beschwerden über den 24h-Notdienst von Zakhir Mutaskhanov. Wer das Unternehmen etwa bei einem Wasserrohrbruch oder bei einem verstopften Abfluss in Anspruch nimmt, sieht sich mit völlig überzogenen Kosten konfrontiert. Kurt M. (Name der Redaktion bekannt) stieß im Internet auf den 24h-Notdienst Zakhir Mutaskhanov. „Ein Mitarbeiter dieser Firma kam gegen 23 Uhr und benötigte für seine Arbeit gut eine Stunde. Dafür stellte er knapp 2.900 Euro in Rechnung. Ich wollte das nicht wahrhaben, doch der Angestellte beharrte nachdrücklich auf sofortiger Barzahlung beziehungsweise einer Online-Überweisung.“

Haushaltsversicherung zahlt 700 Euro

Herr M. zahlte schließlich im Glauben, dass seine Hausversicherung für die Kosten aufkommen würde. Doch diese teilte ihm per Mail mit, dass sie nur 700 Euro übernehmen würde, da dies der übliche Preis für eine derartige Reparatur sei. Kurt M. wandte sich daraufhin hilfesuchend an die Landesinnung Wien der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker. „Als ich den Namen der Firma nannte, konnte ich aus der Reaktion des Mitarbeiters der Innung heraushören, dass ich nicht der erste Kunde bin, der sich über diese Firma beschwert.“

400 Euro für nichts

Eine unliebsame Erfahrung mit dem 24h-Notdienst Zakhir Mutaskhanov machte auch Brigitte S. (Name der Redaktion bekannt). Am Abend des 30. Dezember stellte sie fest, dass auf der Dachterrasse Wasser aus einem Wasserhahn rann. Aus Angst vor einem Wasserrohrbruch und Frostschäden suchte auch sie im Internet nach einem Notdienst und stieß auf die Website www.installateur24h.at, auf der ein Installateur ab 49 Euro angeboten wurde. „Erst ließ mich der Installateur den ganzen Nachmittag warten, sieben Stunden lang. Als er dann endlich kam, verlangte er einen Nachtzuschlag – weil es so spät sei. Nach fünf Minuten sagte er, dass er den Schaden nicht beheben könne. Er stellte mir 400 Euro in Rechnung und verlangte sofortige Bezahlung.“ Später kontaktierte Brigitte S. einen anderen Installateur, der den Schaden für 80 Euro behob.

3.000 Euro für 35 Minuten

Johanna S. (Name der Redaktion bekannt) benötigte einen Notdienst, weil der Abfluss in der Abwasch verstopft war. Auch sie landet beim 24h-Notdienst von Zakhir Mutaskhanov. Der Installateur informierte Frau S. im Vorfeld über die voraussichtlichen Kosten des Einsatzes in Höhe von etwa 520 Euro. Die Rechnung, die Johanna S. am Ende für den 35-minütigen Einsatz präsentiert bekam, wies jedoch über 3.000 Euro aus. Auf die Frage der fassungslosen Kundin, ob er sich nicht verrechnet habe, erläuterte ihr der Installateur, dass pro Meter Spiraleinsatz knappe 70 Euro (zzgl. USt.) verrechnet würden, bei den vom Installateur angegebenen 30 Metern also rund 2.500 Euro (inkl. USt.). Die Verrechnung nach Laufmetern ist jedoch laut Wirtschaftskammer Wien nicht üblich und für Konsumenten nicht nachprüfbar.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
19 Stimmen
Weiterlesen
KONSUMENT-Probe-Abo