Bio-Hühnerfarm: Reportage

Wo Hühner kuscheln

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KONSUMENT 6/2011 veröffentlicht: 25.05.2011

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Immer mehr Österreicher vertrauen auf Bio. KONSUMENT-Mitarbeiterin Susanne Wolf hat einen erfolgreichen Bio-Bauernhof besucht. Der Hühnermastbetrieb der Familie Bieregger in Oberösterreich hat bei einem Ethik-Test der Stiftung Warentest eine der besten Bewertungen bekommen.

Ein altmodisch anmutender Pendelzug bringt mich von Wels in das kleine oberösterreichische Nest Unterhart, wo mich die Bäuerin persönlich abholt. Von der winzigen Haltestelle geht es vorbei an Wiesen und Äckern zur Bio-Hühnerfarm der Familie Bieregger. Auf dem 18 Hektar großen Hof angekommen, werde ich von Asta, der Hofhündin, begrüßt. Fünf Minuten später stehe ich mit der Bio-Bäuerin vor dem riesigen Hühnerstall, in dem sich das Federvieh tummelt.

"Hühner sind soziale Wesen"

"Sobald es wärmer wird, gehen die Hühner hinaus aufs freie Feld. Bis dahin machen sie es sich im Stall gemütlich." Erst auf den zweiten Blick erkenne ich, dass die Tiere sich an einigen wenigen Stellen zusammenrotten, obwohl rundherum genug Platz wäre.

"Hühner sind soziale Wesen und suchen die Nähe der anderen – auch die von uns Menschen. Meine Kinder setzen sich manchmal mitten in die Herde. Und die Hühner lieben es besonders, wenn ich ihnen vorsinge!", erzählt Frau Bieregger lachend.

Maximal zehn Hühner pro Quadratmeter

Tausende von Wildhühnern werden hier aufgezogen: "Wildhühner schmecken besonders gut, weil ihr Brustfleisch saftiger ist als das von anderen Hühnern", erzählt die Bäuerin stolz, die mit ihrer Familie im Jahr 1996 auf Bio-Landwirtschaft umgestiegen ist.

"Wir möchten unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft mit gesunden Böden ermöglichen!" Die Lebensbedingungen am Biohof unterscheiden sich wesentlich von denen auf konventionellen Hühnerfarmen: Maximal zehn Hennen teilen sich hier einen Quadratmeter, zusätzlich ist ein Auslauf von 4 m² vorgesehen. "Hühner spazieren gerne herum, sie scharren und picken und lieben Staubbäder." Die Stallfläche ist weich eingestreut. In die Streu werden regelmäßig Getreidekörner eingebracht, damit die Hühner darin herumpicken und so die Einstreu auflockern können.

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