Bio-Fleisch

Öko? Logisch!

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KONSUMENT 12/2015 veröffentlicht: 26.11.2015

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Fleisch von glücklichen Tieren kann man inzwischen in vielen Geschäften kaufen. Was macht den Unterschied zu konventioneller Ware? Und woran lassen sich Produkte aus biologischer Landwirtschaft zuverlässig erkennen?

Weihnachten steht vor der Tür und damit die ewig gleiche Frage: Was gibt es am Heiligen Abend und während der Feiertage zu essen? Wenn es die traditionelle Weihnachtsgans (oder Weihnachtsente) werden soll, steht die nächste Entscheidung an: bio oder konventionell?

Bio-Gans oder Bio-Ente

Die gute Nachricht: Eine glückliche Gans bzw. Ente gibt es inzwischen auch im Supermarkt. Ein Vorteil für alle, die nur ungern Tage oder besser Wochen vor dem Fest im Bio-Laden ihres Vertrauens vorbestellen. Die nicht ganz so gute Nachricht: Dieser Festtagsbraten kostet. Mit rund 20 Euro pro Kilogramm muss rechnen, wer Lust auf Bio-Gansl hat. Das macht bei einem Schlachtgewicht von 3,5 bis 5,5 Kilogramm zwischen 70 und 110 Euro. (Wer die "neue" Währung in der Geldbörse, aber den "alten" Schilling noch im Kopf hat, sollte jetzt besser nicht umrechnen ...)

Im Gegensatz zur Bio-Gans ist die Bio-Ente vergleichsweise preiswert. Sie kostet nicht nur weniger, sondern bringt auch ein geringeres Gewicht auf die Waage. Mit durchschnittlich 2,5 Kilogramm ist sie um 37 Euro zu haben.

Entwicklung des Bio-Marktes in Österreich

Einen Markt für Bio-Fleisch gibt es in Österreich seit Mitte der 1990er-Jahre. Das waren die Zeiten, als "gerade einmal ein paar Rinder pro Woche vermarktet wurden", erzählt Nicholas Fürschuss von Bio Austria, dem mit rund 13.500 Mitgliedsbetrieben größten Bio- Verband Österreichs. Der erste, der in seinen Filialen Bio-Fleisch anbot, war übrigens Billa-Gründer Karl Wlaschek. Andere Abnehmer waren die Gastronomie und Großküchen wie jene von Spitälern.

Auch wenn es viele nicht so gerne hören: Erst mit dem flächendeckenden Einstieg des Lebensmitteleinzelhandels entwickelte sich aus einem Nischenprodukt für einige wenige Eingeweihte ein großes Angebot für breite Käuferschichten. Inzwischen bietet praktisch jede Handelskette Bio-Produkte an, davon viele als Eigenmarke.

Milchprodukte, Obst & Gemüse, Kartoffeln

Nach Untersuchungen der AMA (Agrarmarkt Austria) greifen Kunden seit Jahren vermehrt zu Bio-Lebensmitteln. Rund 8 Prozent aller Frischeprodukte (exklusive Brot und Gebäck) werden in Bio-Qualität gekauft. Am häufigsten greifen die Konsumenten bei Eiern und Milch zu, gefolgt von Gemüse und Kartoffeln. Ebenfalls ganz oben auf der Hitliste: Joghurt, Butter und Obst.

 

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Kommentare

  • Ein Leben?
    von Grouper am 26.11.2015 um 17:28
    @bertholdddd Richtig. Aber dieses Leben hätte das Nutztier nicht, wenn es nicht zum Zwecke der Schlachtung und Ernährung der Menschen in die Welt gesetzt worden wäre. Ich stimme Ihnen zu, wenn es darum geht, den Fleischkonsum wegen der Auswirkungen auf die eigene Gesundheit in vernünftigen Grenzen zu halten. Und ich stimme Ihnen zu, wenn man Tierleid während der Aufzucht versucht so gering wie irgend möglich zu halten. Daß das Tier letztendlich in einem Schlachthof sterben muß, ist unvermeidbar. Hört endlich auf, Tiere zu vermenschlichen.
  • Warum?
    von bertholdddd am 26.11.2015 um 14:35
    Als fleischessender Konsument Verantwortung zeigen heißt, so wenig Fleisch wie möglich zu essen - die Herkunft erfragen und sich damit auseinandersetzen, was die Konsequenz von Fleischkauf (und vor allem von Billigfleisch) für ein Tier bedeutet. Ein Tier hat auch nur ein Leben.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo