KONSUMENT.AT - Geflügel - 21 Hühner und Puten im Test: Holzbauer, Hubers, Ja! Natürlich, AIA, Hofstädter, Landgut ...

Geflügel

Federn gelassen

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KONSUMENT 11/2013 veröffentlicht: 24.10.2013

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Test Geflügel: Auf der Verpackung eine Flut an Zeichen, im Regal eine verwirrende Warenpräsentation: Viele Supermärkte machen ihren Kunden den Einkauf von Huhn und Pute nicht gerade leicht. Wer nur auf den Preis schaut, muss mit allem rechnen, Tierarzneimittel inklusive.

Die Statistik Austria weiß es ganz genau: 73.393.851 Hühner wurden 2012 in Österreich geschlachtet. Fast die Hälfte der Hendln wurde in Teile zerlegt und verkauft. Der Rest kam als bratfertiges Huhn auf den Markt. Puten, sonstiges Federvieh, vor allem aber Geflügelimporte ergänzten das Angebot. Pro Kopf ­verspeisten wir im Vorjahr 12,6 kg Geflügel. - Unser Test untersucht ganze Hühner sowie Puten- und Hühnerfleisch (unter anderem auf Salmonellen, Campylobacter und Listerien).

Beliebtheit: Hendl an erster, Truthahn an zweiter Stelle

Am meisten lieben die Konsumenten das Hendl. An zweiter Stelle liegt der Truthahn, wie die aktuellen Daten der AMA (Agrarmarkt ­Austria) zeigen. Zu den großen hei­mischen Geflügelbetrieben zählen Hubers Landhendl in Pfaffstätt (Oberösterreich) und die Wech Geflügel GmbH in Kärnten sowie Titz und Herbert Lugitsch u. Söhne aus der Steiermark.

Heimische Geflügelzüchter in Bedrängnis

Die österreichischen Produzenten kommen allerdings immer stärker ­unter Druck: Grund dafür sind die ­„Billigimporte aus den Nachbarländern“, aber auch die "fehlende oder für Konsumenten missverständliche Produkt­auslo­bung hinsichtlich Herkunft und Haltungs­formen", stellten de Interessenvertreter der heimischen Geflügelbauern auf der dies­jährigen Wieselburger Messe zornig fest. Vor allem bei den Putenzüchtern sei die Pro­duktion bereits rückläufig und die Situa­tion inzwischen existenzbedrohend.

Herkunft des getesteten Putenfleisches oft unklar

Dass Kunden beim Einkauf sehr oft im Dunkeln tappen, wenn es um die Herkunft von Brathendl oder Truthahn geht, können wir nur bestätigen. Ja, der Handel verkauft ausländische Ware zu sehr niedrigen Preisen. Und dass die Hälfte der Puten aus unserem Test nicht aus Österreich kommt, ist sicher kein Zufall.


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