Tomatenproduktion in Europa (Ethiktest)

Rot vor Scham

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Konsument 7/2006 veröffentlicht: 21.06.2006

Inhalt

  • Die appetitliche Frucht wird unter üblen Bedingungen produziert
  • Auswüchse der Massenproduktion im Norden wie im Süden
  • Freilandtomaten sind vom Aussterben bedroht

Größtes Treibhaus der Welt

Schmutzig graue Plastikplanen, so weit das Auge reicht. Das „Plastikmeer“ zwischen El Ejido und Almería im Süden Spaniens erstreckt sich über eine Fläche von rund 350 km² – das ist größer als der Neusiedler See. In diesem wohl größten Treibhaus der Welt gedeihen Tomaten, Gurken und Paprika, die – vor allem in den Wintermonaten – halb Europa ernähren.

  Riesige Plastikplanen prägen die Landschaft Almerías.

Unzumutbare Arbeitsbedingungen

In dem Plastikmeer leben aber auch die Arbeitskräfte, zehntausende Menschen, gut getarnt in ihren „Chabolas“, Verschläge aus Karton- und Plastikresten. „... meist nicht größer als zwei mal zwei Meter und mit einer notdürftigen Pritsche ausgestattet – ohne Strom, ohne Trinkwasser und sanitäre Anlagen, immer in der Angst, von der Polizei aufgegriffen und ausgewiesen zu werden.“ (Europäisches BürgerInnenforum, März 2005)

Geliebter Paradeiser

Paradeiser sind des Österreichers liebstes Gemüse, mit 15 Prozent der Ausgaben für Frischgemüse führen sie die Rangliste vor Paprika und grünem Salat an. Doch gerade die hohe Beliebtheit zwingt zu Massenproduktion mit verheerenden Auswirkungen für Mensch und Natur. Jetzt in der Saison wachsen die Tomaten ja auch vor unserer Haustür. Andererseits verzehren Herr und Frau Österreicher übers Jahr gerechnet lediglich zu 17 Prozent Tomaten aus heimischer Produktion. Der Rest wird importiert – überwiegend aus Spanien (33 % der Frischtomaten-Importe 2004/2005), Italien (31 %) und den Niederlanden (12 %).

Acht europäische Organisationen untersuchten

Wie sind dort die Produktionsbedingungen wirklich und was unternehmen die Supermarktketten als die eigentlichen Hauptakteure in diesem Spiel, um wenigstens die schlimmsten Auswüchse der Massenproduktion zu unterbinden? Diesen Fragen ging eine Untersuchung auf den Grund, die von acht europäischen Verbraucherorganisationen, darunter dem VKI, in Auftrag gegeben wurde.

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In der Testtabelle finden Sie Urteile zu:

  • Billa
  • Spar
  • Hofer

und zum Vergleich

  • Eroski (Spanien)
  • Carrefour (Spanien)

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
REWE Austria, SPAR
Österreich, Hofer, Europa-
Durchschnitt, Eroski (Spanien), Carrefour
(Spanien)

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