Posttarife neu

Großer Ärger und mögliche Alternativen

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veröffentlicht: 24.05.2011

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Seit 1. Mai dieses Jahres gibt es neue Posttarife. Dabei handelt es sich nicht nur um geringfügige, sondern um teilweise saftige Preisanhebungen.

Zahlreiche Leser haben bereits in Briefen, per Mail und telefonisch ihren Ärger kundgetan. Grund genug für uns, die neuen Tarife einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und auch einen Blick auf die Leistungspalette anderer Paketdienste, also der Post-Konkurrenzfirmen, zu werfen.

Flotte Werbesprüche, verärgerte Kunden

Die Österreichische Post AG kommuniziert auf ihrer Homepage recht locker die neuen Versendemodalitäten:  

Bild: www.post.at/Screenshot 
Auf www.post.at ist zu lesen: "Sie möchten Briefe nach Österreich oder international versenden? Sie suchen nach Informationen über Zusatzprodukte, Versandbestimmungen und günstige Tarife? Dann sind Sie hier richtig."   

Bild: www.post.at, Screenshot 

Für die zahlreichen Postkunden, die sich mit ihrem Ärger an uns gewandt haben, stellt sich die Versandsituation mit den neuen Tarifen freilich in einem anderen Licht dar.

Wir publizieren die Zusendungen der verärgerten Postkunden auf den Seiten "Leserbriefe" (Lesererfahrungen mit den neuen Posttarifen). Die kompletten Namen sind der Redaktion bekannt.

Testversand: Taschenbuch

Aus den zahlreichen Leserzuschriften geht hervor, dass Personen, die regelmäßig und viel versenden nach alternativen Paketdiensten suchen. Auch Kleinunternehmer haben ihren Ärger bei uns kundgetan. Diese haben wir an die Wirtschaftskammer verwiesen. Um Einblick in die derzeitige Tarifgestaltung der Post zu geben und auch Wahlmöglichkeiten aufzuzeigen, haben wir uns neben den derzeitigen Tarifen der Post jene von vier größeren Konkurrenzbetrieben angesehen, die Versendungen an Privatpersonen durchführen.

Als Poststück haben wir einen häufig versendeten Artikel, ein Taschenbuch mit den gängigen Maßen 19 cm Länge, 12 cm Breite und 3 cm Dicke herangezogen.

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Kommentare

  • Wahnsinnspreiserhöhung bei der österreichischen Post
    von Notgeldman am 19.09.2011 um 18:47
    Habe nachstehendes e-Mail an die zuständige Ministerin gesendet. Bis heute leider keine Antwort. - Original Message - From: Ernst Berger To: fbm@bmvit.gv.at Sent: Monday, September 12, 2011 10:19 PM Subject: Wahnsinnspreiserhöung bei der österreichischen Post Sehr verehrte Frau Bundesministerin Bures, können Sie mir in der heutigen Zeit weltweit, einschließlich kommunistischer Staaten und Diktaturen, ein Produkt oder eine Dienstleistung nennen, welche mit einem Schlag um über 1.076 % (in Worten Eintausendundsiebzigsechs Prozent) erhöht wurde? Vermutlich können Sie es nicht. Das ist der Grund warum ich Ihnen dieses e-Mail schreibe. Der österreichischen Post ist das nämlich gelungen. Mit der Tarifänderung per 1.5.2011. Ein Auslandsbrief nach Ländern Europas (z.B. nach Deutschland) bis 50 g Priority kostete vor der Erhöhung Euro 1,30 - jetzt aber (weil stärker als 24 mm – sagen wir z.B. 30 mm) Euro 15,30. Das ist eine Erhöhung um 1.076,923 %. Meiner Meinung nach ein glatter Wahnsinn. Derselbe Brief (wie vorhin angeführt) kostet von Deutschland nach Österreich Euro 3,45. Dieser Brief kostet daher von Österreich nach Deutschland ca. viereinhalb mehr als von Deutschland nach Österreich. Übrigens, die deutsche Post versendet einen solchen Brief um Euro 3,45 weltweit – also sogar bis nach Neuseeland. Bei einem Vergleich mit anderen EU-Staaten, z.B. Frankreich oder Spanien sieht das Verhältnis für die österreichische Post noch schlechter aus. Selbstverständlich habe ich mich vorerst an die Regulierungsbehörde gewandt. Nach einigen e-Mails hin und her, hat man dann schon zugegeben, dass unter anderem massive Preiserhöhungen stattgefunden haben. Massiv ist aber ein milder Ausdruck für eine solch exorbitante Preiserhöhung. In weiterer Folge sagt die Regulierungsbehörde dann aber, dass Alles rechtens sei. Man argumentierte mit den Postgesetzbestimmungen, mit verwendeten Warenkörben, welche diese Erhöhungen ergeben hätten usw. Es mag sein, dass diese Argumentation so ihre Richtigkeit hat. Aber meiner Meinung nach muss man dann diese Bestimmungen und angewendeten Parameter stark bezweifeln, welche letztendlich zu einer solchen Wahnsinnspreiserhöhung geführt haben. Es wird doch nicht das Ziel der Post sein, mit diesen Wahnsinnspreiserhöhungen, die Kosten für die „Golden handshakes“ oder für die „freigesetzten“, aber bei Gehalt spazieren gehenden Mitarbeitern und/oder schon die medial kritisierten Manager-Gehälter, hereinzubringen. Laut Postmarktgesetz sollen unter anderem die Postgebühren allgemein erschwinglich sein. Glauben Sie, dass das hier für die ca. 300.000 „Mindest-Pensions-Bezieher“ in Österreich und für die ca. 250.000 Arbeitslosen und für die weit über 100.000 Alleinerziehenden bei dieser Wahnsinns-Preiserhöhung zutrifft? Für moderate Preiserhöhungen hat bestimmt jedermann ein Verständnis. Aber bestimmt nicht für eine solche Wahnsinnspreiserhöhung, wie oben angeführt. Meiner Meinung nach sind hier Fehler passiert und der Post würde „kein Stein aus der Krone fallen“, hier eine Korrektur durchzuführen. Zahlreiche Leserbriefe von Privaten und Wirtschaftstreibenden in den Medien zeugen von Großem Unmut über diese Wahnsinnspreiserhöhungen. Glücklich jetzt jene Postversender, welche sich in Grenznähe (z.B. Salzburg, Bregenz und viele anderen Orten) befinden und ihre Post im wesentlich günstigerem Ausland aufgeben können. Meiner Meinung nach hat diese Wahnsinnspreiserhöhung auch eine politische Dimension und ich ersuche Sie daher höflich um Überprüfung der Angelegenheit und um Veranlassung einer entsprechenden Korrektur. Für Ihre Bemühungen danke ich im voraus und sehe Ihrer Antwort mit Interesse entgegen. Mit vorzüglicher Hochachtung Ernst Berger, Linzerstrasse 12/4/4, 4050 Traun b.oerni@aon.at
  • Unverschämte Preise, jedoch keine Leistung
    von hanau am 21.06.2011 um 16:33
    €24,18 kostet der Nachsendeauftrag bei Umzug für 3 Monate! Trotzdem kommen immer wieder wichtige Briefsendungen an die alte Adresse. Dank der Gutmütigkeit meines ehemaligen Vermieters habe ich Glück und bekomme die Post, aber mit Ende des Monats verkauft er das Haus, was dann?
  • Posttarife
    von Christiane Derra am 07.06.2011 um 12:47
    Ich versende des öfteren kleine Pakete per Post und musste heute entsetzt feststellen, dass das Versenden einer Doppel-CD nach Deutschland, das mich bisher 3,60 gekostet hat nun den stolzen Preis von 13,25 Euro!!! kostet. Diesen Preisanstieg finde ich eine Frechheit und dies möchte ich hiermit kundtun und werde in Zukunft auf diese Sendungen leider verzichten müssen.
  • Maschinenbearbeitbare Briefe
    von Waldegg am 26.05.2011 um 15:54
    Vor mir liegt das bunte Faltblatt unserer löblichen Post, betitelt "Der Brief. Ideal für persönliche und repräsentative Kommunikation." Es enthält auch die neuen - vor allem ins Ausland exorbitant und unverschämt hohen - Tarife. Es enthält aber KEINERLEI Hinweis darauf, dass Briefe seit kurzer Zeit auch maschinenbearbeitbar sein müssen. Das heißt auch, dass der Inhalt biegbar sein muss (warum muss eigentlich die Maschine einen Brief unbedingt biegen???) - eine CD samt Hülle beispielsweise ist das nicht. Folge, wenn man sowas Exotisches versenden will: man muss noch mehr blechen! Offenbar hat sich die Post geschämt, diesen Umstand auch gleich im erwähnten Faltblatt kundzutun. Somit sind die dort veröffentlichten Tarife irreführend, denn in den geschilderten Fällen stimmen sie nicht.
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