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Fluggastrechte

Zum In-die-Luft-Gehen

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Konsument 5/2008 veröffentlicht: 18.04.2008, aktualisiert: 14.09.2015

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Und was ist bei Ärger mit dem Gepäck?

Das sogenannte Montrealer Übereinkommen sieht vor, bis zu welchen Beträgen Fluglinien bei Verspätung, Verlust oder Beschädigung von Gepäckstücken haften, aber auch, welche Fristen Sie als Passagier einhalten müssen, um Forderungen geltend machen zu können.

Was ist zu tun?

Wichtig ist, gleich am Flughafen eine Schadensmeldung (PIR – Property Irregularity Report) auszufüllen und den Durchschlag dieses Formulars gut aufzuheben.

Welche Überbrückungshilfe gibt es?

Bis Ihr Gepäck eintrifft, haben Sie das Recht, sich vor Ort die notwendigsten Dinge zu besorgen und später der Fluggesellschaft in Rechnung zu stellen. Die Betonung liegt auf „das Notwendigste“, wobei Sie bei der Anschaffung von Ersatzgegenständen zusätzlich verpflichtet sind, die Ausgaben – im Rahmen vertretbarer Produktqualität – möglichst niedrig zu halten.

Wann ist das Gepäck „verloren“?

Ein nicht eingetroffenes Gepäckstück wird erst nach 21 Tagen als verloren eingestuft. Ab diesem Zeitpunkt können Sie gegenüber der Fluggesellschaft Schadenersatz für den Verlust Ihres Koffers samt Inhalt fordern.

Welche Fristen gelten?

Das Geld für Ihre Ersatzanschaffungen müssen Sie – unter Vorlage der Originalrechnungen – binnen 21 Tagen nach dem verspäteten Eintreffen Ihres Gepäcks schriftlich bei der Fluggesellschaft einfordern. Als verloren gilt Gepäck ab dem 22. Tag. Die daraus erwachsenden Schadenersatzansprüche sollten Sie umgehend schriftlich geltend machen.

Was ist bei beschädigtem Gepäck?

Bei beschädigtem Gepäck müssen Sie binnen sieben Tagen schriftlich reagieren.

Welche Vorkehrungen kann ich treffen?

Wertgegenstände im Handgepäck befördern. Weiters ist es ratsam, vor der Abreise eine Liste des Kofferinhalts zu erstellen und Rechnungen von Einkäufen am Urlaubsort aufzuheben.

Gibt es ein Limit?

Beachten Sie, dass es für alle Arten von Entschädigungszahlungen eine Höchstbetragsgrenze von 1.000 Sonderziehungsrechten (SZR) gibt – das sind derzeit zwischen 1.000 und 1.100 Euro. Bei SZR handelt sich um eine Recheneinheit des Internationalen Währungsfonds, deren Wert täglich neu festgesetzt wird.

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