Kfz-Garantie: freie Werkstätten

Treue lohnt nicht

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KONSUMENT 7/2012 veröffentlicht: 28.06.2012

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Guter Eindruck bei offiziellen Stellungnahmen

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und 10 Generalimporteure angeschrieben. Alle haben mehr oder weniger korrekt geantwortet, wobei Ford den besten Eindruck ­hinterließ. Doch offizielle schriftliche Stellungnahmen gegenüber einer Konsumentenschutzorganisation sind eine Sache, die andere ist, wie die Verkäufer in freier Wildbahn agieren.

Unsaubere Aussagen bei anonymen Anfragen

Auf eine anonyme telefonische Anfrage erhielten wir vom Vertreter einer großen ­europäischen Automarke die Auskunft: „Die Garantie gilt weltweit bei allen Vertragswerkstätten. Aber nicht bei einem No-Name-Betrieb.“ Der Vertreter einer koreanischen Marke wiederum ließ durchblicken, wie die Hersteller mit Kunden umgehen, die auf ihr Recht pochen: Auf unsere Frage, ob es nicht ungesetzlich sei, die Garantieleistung davon abhängig zu machen, dass bis zum Garantiefall nur Originalteile der Automarke verbaut wurden, räumte er ein, dass es auch nachgebaute Teile gebe, die zu akzeptieren seien.

„Aber das muss ganz genau geprüft werden, der Hersteller des Teils muss kontaktiert werden. Das zieht sich natürlich dann alles in die Länge und dementsprechend lange wird es dauern, bis die Freigabe von uns erfolgt.“ Und noch einmal zur Klarstellung: „Lassen Sie Ihr Fahrzeug bei unseren Partnerbetrieben warten und reparieren, dann können Sie ruhig schlafen.“

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