KONSUMENT.AT - Navigationsgeräte aktualisieren - Nicht immer ganz einfach

Navigationsgeräte aktualisieren

Der Weg zur neuen Karte

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Konsument 7/2010 veröffentlicht: 14.06.2010

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Nicht immer ganz einfach

Verfügen Sie über einen Internetzugang und die entsprechenden Anwenderkenntnisse, so gestaltet sich die Aktualisierung bei den vier im Test vertretenen Marken passabel. In allen Fällen hat es letztlich geklappt – wenn es auch unterschiedlich schnell ging und mehr oder weniger kompliziert war; und wenn sich unsere Tester auch manchmal wie bei einem Ratespiel vorgekommen sind.

Auf jeden Fall ist es ratsam, vor dem Upload der Karten die aktuelle Version der Software (damit das Gerät mit den Karten etwas an­fangen kann, braucht es ein Berechnungs­programm) aufs Gerät zu laden. Sonst kann es passieren, dass es zu Fehlermeldungen kommt oder man den Karten­Upload nicht zu Ende führen kann.

Am einfachsten und damit am ehesten auch für technik­ferne Menschen geeignet scheint das TomTom­System zu sein. Hier funktioniert ein Upload mehr oder weniger mit einem Klick, während bei anderen Her­stellern mehrere Schritte erforderlich sind: In manchen Fällen erkennt das System zum Beispiel den Gerätetyp nicht von selbst,  sondern der Benutzer muss ihn auswählen; oder man muss die Daten erst extrahieren (entpacken), weil sie nur in komprimierter Form zur Verfügung stehen, und anderes mehr. TomTom versucht darüber hinaus, zu­gunsten allgemein verständlicher Ausdrücke auf den Internet­Jargon zu verzichten.

Schlechte Deutschkenntnisse

Ein negatives Beispiel liefert der Installa­tionsvorgang bei Garmin: Urplötzlich wird von deutschen Angaben in die englische Sprache gewechselt. Das Software­Update funktioniert sehr gut, aber bei der Karten­installation ist nach Auswahl und Zah­lungsvorgang Schluss mit den Deutsch­kenntnissen der US­Firma, das Uploaden der Karten wird auf Englisch abgewickelt.

Wir haben das nicht als unzumutbar, son­dern mit einem freundlichen „Durch­schnittlich“ bewertet; PC­Benutzer sind es gewohnt, Systemhinweise in englischer Sprache serviert zu bekommen, daher ver­zichteten wir auf eine Abwertung.

Unklar waren die Installationsanleitungen bei Falk: In der Bildschirm­Führung wurde ein Bedienungsschritt vergessen, nur in der schriftlichen Anleitung war der Vorgang korrekt angegeben. Die Lehre daraus:  Generell lohnt es sich, die Bedienungs­anleitung durchzulesen, bevor man ans Aktualisieren geht.

Vorteilhaft ist es da auch, wenn die (alten) Daten gesichert werden können, damit man wenigstens darauf zurückgreifen kann, sollte die Ak­tualisierung – aus welchen Gründen immer (z.B. Computerabsturz) – scheitern. Nur TomTom bietet eine solche Datensicherung an.

 

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Kommentare

  • TomTom One Update
    von antena am 24.07.2010 um 19:30
    Gestern Abend habe ich meinem TomTom One XL eine neue Karte von der Herstellerseite gegönnt. Download ging flott ( Karte 1,5 Gb, Internet 100 Mbit durchschnittliche Download Geschwindigkeit 9 Mbit/s) aber die Installation auf´s Gerät dauerte über eine halbe Stunde. Nach dem Update, startete das gerät von selber neu, jedoch die neue Karte war nicht da. Nach einige Recherchen auf der Herstellerseite, fand ich bei dem FAQ`s den Hinweis dass in solchen Fällen das Gerät Reset-en muss. Was dann auch geklappt hat. FAZIT: +floter DL-Server +einfache Shop-Führung +intuitive Update-Software ( TomTom Home ) +Karten-Preise mehr als fair -Hinweise für nicht auf Anhieb erfolgreiche Updates erst etwas mühsam zu finden
  • ein paar Worte zum Garmin Nüvi 765 TFM
    von termite am 15.07.2010 um 08:11
    - daß ein Download eines Garmin-Kartenupdates mehrere Stunden dauert (bei einer 4 mbit/s Internetverbindung) kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. - ein komplettes Garmin-Kartenupdate hat eine Größe von ca. 3,8 GB (wieviele GB haben Updates anderer Anbieter? Wegen der Dauer des Updates...) - bei Garmin gibt es die Möglichkeit eines "Lifetime-Updates": um ca. 100 EUR (je nach Anbieter) bekommt man bis zu 4 x jährlich komplette Kartenupdates für ganz Europa solange das dafür registrierte Nüvi "lebt" (sollte das Nüvi in der Garantiezeit "sterben" und vom Händler ausgetauscht werden, ist ein Übertrag auf das neue Gerät natürlich möglich) - Datensicherung ist auch beim Nüvi 765 problemlos möglich: einfach den kompletten Inhalt des "Laufwerks" auf ein beiliebiges Speichermedium kopieren (eine Datensicherung via Internet wäre aufgrund der Datenmenge sowieso nicht ratsam) - wenn mittels Webseite "my Garmin" ein Kartenupdate und/oder ein SW-Update durchgeführt wird, wäre mir noch nie aufgefallen, daß da plötzlich die Sprache von deutsch auf englisch wechselt - zum erforderlichen Auswahl der Geräte vor einem Update: natürlich erkennt die Update Seite das Gerät (muss auch so sein, da ein Kartenupdate auf ein nicht registriertes Gerät nicht möglich ist), es kann jedoch sein, daß ein User mehrere Garmin-Geräte registriert hat und somit auswählen kann, welches Gerät er gerade updaten möchte (ich habe z.b. drei Garmin-Geräte, die ich mittels Web updaten kann)
  • getestete Anbieter
    von dannera am 24.06.2010 um 18:43
    nachdem Navigon-Geräte im letzten Test zum Teil bei den besten Geräten waren, verwundert es mich, dass das Update dieses Unternehmens nicht getestet wurde .....