Reboard-Kindersitze

Bis zu welchem Alter?

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KONSUMENT 4/2019 veröffentlicht: 28.03.2019

Inhalt

"Mein Kind ist 1 ½ Jahre alt. Ab jetzt kann ich es doch im Auto vorwärtsgerichtet sitzen lassen, oder?" - In den "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Mag. Christian Undeutsch.

Christian Undeutsch (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Mag. Christian
Undeutsch

Etwa bis 2 ½ Jahre geeignet

Prinzipiell ja. Doch um das Verletzungsrisiko zu minimieren, empfehlen wir, Kinder bis zum Alter von 2 ½ Jahren oder so lange wie möglich rückwärtsgerichtet im Auto zu transportieren. Natürlich, die Kleinen wollen möglichst alles sehen, was die Eltern auch sehen – und quengeln bisweilen, wenn sie rückwärtsgerichtet sitzen müssen. Entsprechend ist die Versuchung für die Eltern groß, sie nach vorne schauend zu transportieren; ganz einfach, weil die Autofahrt dadurch vielleicht etwas entspannter sein mag.

"Reboarder" trumpfen beim Thema Sicherheit groß auf

Abgesehen davon, dass jedes Kind anders ist und andere „Vorlieben“ beim Autofahren hat, trumpfen sogenannte „Reboarder“, also Kindersitze, in denen Kinder rückwärtsgewandt platziert werden, beim Thema Sicherheit ganz groß auf – insbesondere bei Frontalzusammenstößen. Das haben unsere langjährigen Produkttests deutlich gezeigt. Der Kopf von Babys und Kleinkindern ist im Vergleich sehr schwer und die Halsmuskulatur noch schwach ausgeprägt, sodass bei einem Frontalcrash die Gefahr von Halswirbelsäulenverletzungen groß ist. Durch Reboard-Sitze werden Kopf und Oberkörper synchron abgebremst. Das schützt den sensiblen Nacken.

Körpergröße entscheidend

Ein Knackpunkt hinsichtlich der Verwendungsdauer von Reboardern ist die Körpergröße des Kindes. Irgendwann ist die nötige Beinfreiheit ganz einfach nicht mehr gegeben, um komfortabel sitzen zu können. Modelle mit sogenannter Isofixbefestigung bieten hier Vorteile gegenüber der klassischen Gurtmontage. Tipp: Vor dem Kauf einen Einbauversuch im eigenen Fahrzeug vornehmen.

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