Testergebnisse müssen wasserdicht sein

Kommentar von Chefredakteur Gerhard Früholz

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KONSUMENT 5/2018 veröffentlicht: 17.04.2018

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Ein schlechtes Testergebnis kann für den Hersteller schlimme Auswirkungen haben; deswegen testen wir gründlichst.  Ein Intern von KONSUMENT-Chefredakteur Gerhard Früholz.

KONSUMENT-Chefredakteur Gerhard Früholz (Bild: U. Romstorfer/VKI) "Ist es denn wirklich nötig, E-Bikes auf Mallorca zu testen?", fragte uns neulich ein Abonnent. Eine gute Frage, die ich gern beantworte.

Ein Testergebnis muss absolut "wasserdicht“ sein. Nicht nur, was die Aussagekraft für Sie, liebe Leserinnen und Leser betrifft, sondern auch in unserer Verantwortung gegenüber den Herstellern. Ein schlechtes Testergebnis kann für einen Produzenten desaströse Auswirkungen haben.

Für uns allein: zu teuer

Im konkreten Fall der E-Bikes würde der hinter einem solchen Test stehende Aufwand für uns allein nicht zu tragen sein. Deshalb sind wir froh, derartige Tests in Kooperation mit der deutschen Stiftung Warentest durchführen zu können. Wir haben dabei eine Arbeitsteilung wie folgt: Die deutschen Kollegen übernehmen sämtliche Labortests (Akku/Sicherheit/ Belastung etc.) und wir vom VKI führen den Praxistest durch.

Praxistest und Labor

Wir tauschen die Ergebnisse untereinander aus und veröffentlichen den Test gemeinsam und zeitgleich. Um das umfangreiche Prüfprogramm so zeitgerecht abschließen zu können, dass sämtliche Ergebnisse zu Redaktionsschluss vorliegen, müssen die Tests auf den Prüfständen frühzeitig beginnen und der Praxistest muss parallel dazu bereits im Februar über die Bühne gehen. Nur: In der Alpenregion ist das zu diesem Zeitpunkt ein schlicht unplanbares Unterfangen.

Mehrere Exemplare pro Rad

Daher weichen wir auf die Balearen aus. Aus Gründen der Qualitätssicherung gibt es von jedem getesteten Produkt mehrere Exemplare. Bei negativen Teilergebnissen werden Prüfungen mit einem weiteren Muster wiederholt, um Zufallsergebnisse auszuschließen. Und für den Fall, dass ein Hersteller ein schlechtes Testergebnis beeinsprucht, gibt es aus Beweisgründen ein sogenanntes Rückstellmuster.

E-Bikes im Trend

Lohnt sich all dieser Aufwand? Wir meinen: Ja! E-Bikes sind voll im Trend, Testergebnisse werden von unseren Lesern stark nachgefragt. Auch die Hersteller sind schon gespannt, liefern doch solche ernsthaften Tests ihnen immer wieder Anregungen zur Verbesserung ihrer Produkte. Freuen Sie sich auf den großen E-Bike-Test in KONSUMENT 6/2018.

Ihre Meinung ist mir wichtig!
Gerhard Früholz - Chefredakteur
E-Mail: gfrueholz@konsument.at
Testmagazin KONSUMENT
Linke Wienzeile 18, 1060 Wien

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