Ethanolöfen: Gefahren

Verwendung nicht ratsam

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KONSUMENT 9/2015 veröffentlicht: 27.08.2015, aktualisiert: 18.12.2015

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"Ich möchte mir einen Ethanolofen kaufen, weil man sich damit einfach und preiswert die behagliche Atmosphäre von offenem Feuer ins Wohnzimmer holen kann, auch wenn kein Kamin vorhanden ist. Jetzt höre ich, dass das sehr gefährlich sei?" - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Ing. Mirko Bernhard.

KONSUMENT-Experte Mirko Bernhard (Bild: Ehrensberger)
Ing. Mirko
Bernhard

Geringe Standfestigkeit

Ethanolöfen werden mit flüssigem Ethanol betrieben. Gefahren bestehen vor allem beim Nachfüllen – es entstehen Dämpfe, die sich an heißen Teilen entzünden könnten. Gefährlich ist auch, dass solche Öfen überall aufgestellt werden können und oft nur eine geringe Standfestigkeit aufweisen. Sie könnten leicht (durch Kinder, Haustiere, …) umgestoßen werden. Es hat in Österreich bereits mehrfach Unfälle mit Schwerverletzten gegeben.

Schadstoffe nicht unterschätzen

Schließlich ist auch eine mögliche Schadstoffbelastung nicht zu unterschätzen. Ethanolöfen haben keinen Abzug, weil sie – theoretisch – nur Kohlendioxid und Wasser emittieren. Doch abhängig von der Qualität des Brennstoffs und der Verbrennungstemperatur kann es zu Belastungen der Raumluft kommen, vor allem bei geringem Luftaustausch.

Verwendung nicht ratsam

Denkbar sind Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid, Formaldehyd, Benzol sowie feine Partikel. In Versuchen wurde nachgewiesen, dass die Richtwerte für Schadstoffkonzentrationen häufig überschritten werden. Nicht nur die Feuerwehr rät daher: Nicht verwenden! - Lesen Sie auch Innenraumschadstoffe durch Verbrennung: Ethanol- und Speicheröfen (PDF)


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Bild: VKI