A1-Telekom: Web-Stick

Mit Mobilpoints teurer

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KONSUMENT 6/2015 veröffentlicht: 28.05.2015

Inhalt

Mobilpoints und zweijährige Vertragsbindung machten den A1-Internet-Stick ziemlich teuer.  - In der Rubrik "Ein Fall für KONSUMENT" berichten wir über Fälle aus unserer Beratung.

Der Fall wurde für den Konsumenten positiv erledigt

Als Frau Brands A1-Internet-Stick Ende 2012 nicht mehr funktionierte, ließ sie ihn in einem A1-Shop kontrollieren. Da er schon reichlich betagt und die Garantie längst abgelaufen war, wurde Frau Brand ein neuer Stick empfohlen. Diesen konnte sie entweder um 99 € kaufen oder durch Einsatz ihrer Mobilpoints plus zweijährige Vertragsbindung bekommen (ihre Mobilpoints alleine reichten für den Erwerb des Sticks nicht aus).

"2 Jahre Vertragsbindung günstiger"

Frau Brand ließ sich ausführlich beraten. Die Variante mit zweijähriger Vertragsbindung sei günstiger, wurde ihr im Shop erklärt. Frau Brand war bis dahin mit A1 immer zufrieden gewesen und entschied sich für die Zwei-Jahres-Bindung.

2014 kündigte Frau Brand diesen Vertrag fristgerecht per Bindungsende. Im Jänner 2015 erhielt sie eine Abschlussrechnung, laut der sie anteilsmäßig für den Abrechnungsmonat 9,95 € Guthaben hatte. Doch im Februar erhielt Frau Brand von A1 eine weitere Rechnung: Sie sollte für fehlende Mobilpoints 120 € zahlen. Abzüglich 9,95 € Guthaben machte der Rechnungsbetrag 110,05 € aus.

A1 stellt fehlende Mobilpoints in Rechnung

Frau Brand beeinspruchte die Rechnung. Auf ihrem Vertrag seien die Kosten der ihr fehlenden Mobilpoints ersichtlich, konterte A1. Wäre Frau Brand bei Vertragsabschluss bewusst gewesen, dass ihr nach Ablauf der Zwei-Jahres-Bindung fehlende Mobilpoints in Rechnung gestellt werden, hätte sie den Stick um 99 € gekauft, statt Points einzusetzen! Wir sahen uns auf Frau Brands Bitte das Vertragsformblatt mit der Kostenaufstellung für fehlende Mobilpoints genau an. Demnach hatte Frau Brand 2012 über 9500 Points verfügt, die sie bei Vertragsabschluss eingesetzt hatte.

9500 Points entsprachen 210 €

Überraschung: Diese 9500 Points entsprachen damals einem Wert von 210 €! Von wegen Ersparnis! Der Stick hätte bei sofortiger Bezahlung wesentlich weniger gekostet! Und jetzt sollte Frau Brand trotz zweijähriger Vertragsbindung noch 120 € für fehlende Points nachzahlen? Wir baten A1 um Stellungnahme und ersuchten, die an Frau Brand gerichtete Forderung auszubuchen, da sie 2012 im A1-Shop falsch beraten worden war. Unsere Argumentation überzeugte: A1 schrieb Frau Brand die für fehlende Points in Rechnung gestellten 120 € gut und überwies den Betrag auf ihr Bankkonto.


Die Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert. 

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo