KONSUMENT.AT - E-Book-Reader - Der Gigant: Kindle Paperwhite

E-Book-Reader

System-Frage

Seite 2 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 5/2014 veröffentlicht: 24.04.2014

Inhalt

Der Gigant – Kindle Paperwhite

Nicht nur die rein technischen Daten eines ­E-Book-Readers sind es, die Lesespaß garantieren – hinter dem physischen Gerät steckt eine ganze Infrastruktur und von der Gerätewahl hängt auch ab, wie und wo der Kunde zu seinen Büchern kommt. Die Kindle-Familie bietet eine direkte Anbindung zum Amazon-Shop, wo Nutzer E-Books komfortabel kaufen und verwalten können. Dazu ist nicht unbedingt eine Kreditkarte notwendig – im Einzelhandel sind Gutscheinkarten für Amazon erhältlich, mit denen ein Geldbetrag aufgeladen werden kann.

Die Bibliothek von Amazon ist riesengroß, die Auswahl an Büchern beeindruckend, und das Kaufen klappt ohne Prob­leme. Eine besondere Stärke: Die Synchroni­sation verschiedener Geräte. Lesen Sie ein Buch mit der Kindle-App auf Ihrem iPad, Tablet oder Computer, merkt sich Amazon den Seitenstand und blättert auf Ihrem Kindle-Reader zur richtigen Seite weiter.

Größter Nachteil

Größter Nachteil der Geräte von Amazon: „Fremde“ EPUB-Dateien werden nicht ­unterstützt. So entfällt zum Beispiel die Möglichkeit, über einen anderen Shop ­Bücher zuzukaufen oder über eine Bücherei Exemp­lare zu entlehnen. An den technischen ­Details hingegen gibt es bei den Amazon-Readern wenig zu mäkeln.

Der Kindle Paperwhite überzeugt mit einem guten Display und Kontrast, gleichmäßiger Hintergrund­beleuchtung und guter Handhabung. Der Kindle verlässt sich dabei allerdings ganz auf den Touchscreen – wer zum Umblättern lieber „echte“ Tasten drückt, ist mit einem Sony-, Trekstor- oder PocketBook-Reader besser beraten.

Langer Atem

Dank moderner E-Ink-Technologie weisen die Geräte der aktuellen Generation ein ­gutes Kontrastverhalten auf und bleiben dabei selbst mit eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung äußerst sparsam. Wer zwei Stunden täglich liest, kommt etwa mit dem Sony PRS-T3 ganze 56 Tage mit einer Akku­ladung aus. Nachteil der Amazon-Geräte: Sie lassen sich nicht komplett abschalten, sondern gehen automatisch in einen Stand-by-Modus über. Darunter leidet die Akkulaufzeit. Im Vergleich zu Sony schafft der Kindle Paperwhite nahezu 30 Tage weniger. Auch bei den Kobo-Readern haben wir mit 37 Tagen (HD-Variante) und 31 Tagen eine deutlich längere Laufzeit gemessen.

Unser Tipp: Schalten Sie bei WLAN- bzw. 3G-fähigen Geräten auf Flugzeugmodus, wenn Sie sie nicht nutzen – so sparen Sie Energie und erreichen eine längere Laufzeit.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
24 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Schon der 2 Tolino kaputt
    von Monkieee am 10.09.2015 um 10:18
    Obwohl der Tolino an und für sich ein sehr gutes Gerät ist, hat er einen Schwachpunkt: Stürzen oder aus der Hand fliegen darf er nicht. Dann ist er sowas von kaputt!. Bisher 2 Stück davon besessen. Beide sind vom "Nachtkastl" geflogen (ca. 40 cm)und schon kaputt. Lässt sich nicht abschalten. Reset nutzt auch nichts. - Schade!
  • Wörterbuchfunktion
    von stadlerk am 22.05.2014 um 19:04
    Leider geht der Test nicht auf die Wörtebuchfunktion ein, die zumindest Kindle Geräte besitzen, aber andere Geräte eventuell auch aufweisen: Sprachenlernende können zum Beispiel ein Deutsch-Englisch Wörterbuch auf ihren Kindle laden. Wenn man nun ein englisches Buch liest und auf ein unbekanntes Wort stösst, reicht es dieses zu markieren und Kindle sucht das Wort im Wörterbuch und zeigt dem Leser die Übersetzung. Ungemein praktisch für die Sprachvertiefung. Weiters erlaubt der neueste Kindle-Update diese Wörter sofort in einem "Vokabelheft" abzulegen, um später diese neuen Vokabel nochmals zu trainieren. Schliesslich kann man auch das Wörterbuch selbst öffnen, und sehr leicht Vokabel nachschlagen. Nicht genug damit: auch der Duden kann hochgeladen werden. Liest man nun ein deutsches Buch, kann man mit der gleichen Markierungsfunktion ein Wort sehr rasch im Duden nachschlagen. Ich denke, dass das eine sehr wertvolle Information für ihre Leser gewesen wäre, vor allem wie sehr auch die anderen e-readers diese Funktion ebenfalls beherrschen.
  • schlechte Vergleichbarkeit und Auswahl der Testkandidaten, oberflächliche Beurteilung,
    von furlan am 02.05.2014 um 23:46
    ich finde die Auswahl der Testgeräte ist nicht gut. Der Kindle Paperwhite sollte z.b. mit dem Kobo Glo und dem Pocketbook touch lux 2 verglichen werden. Was mir auch abgeht ist bei jedem Gerät die Bewertung wie das Gerät mit PDF s umgehen kann. Ich habe bisher nur ein Gerät gefunden, das PDF Reflow ordentlich beherrscht und das ist der Pocketbook Touch Lux. Ich selber besitze einen Kobo Glo und einen Kindle ohne Hintergrundbeleuchtung, mein Sohn hat einen Kindle Paperwhite, ich habe inzwischen auch schon einen Pocketbook Touch Lux und einen Pocketbook Touch Lux 2 getestet. Der Pocketbook Touch Lux verfügt auch über eine Soundfunktion, man kann also Hörbücher oder MP3 abhören damit. Auch das ist eine Information die in den Bericht gehört hätte meiner Meinung nach. Was mich auch interessieren würde ist eine Anleitung wie man mit Calibre PDF s in Epub umwandeln kann. Wenn das wirklich gut funktioniert könnte man das Manko fast aller Reader komensieren, zwar mit Aufwand, aber immerhin wäre es möglich.