Fotos und Dias digitalisieren

Von der Schuhschachtel in den PC

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012, aktualisiert: 28.11.2012

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Scanner mit Staub- und Kratzerentfernung

Hochwertige Fotoscanner haben eine (abschaltbare) automatische Staub- und Kratzerentfernung integriert. Es gibt je nach Hersteller unterschiedliche Verfahren, denen aber gemeinsam ist, dass sie nicht auf reiner Softwarebasis arbeiten, sondern z.B. mithilfe von Infrarotlicht. Dieses wird von den Staubpartikeln und Kratzern reflektiert, wodurch der Scanner die zu reparierenden Stellen erkennt.

Diese Verfahren funktionieren erstaunlich gut, aber natürlich nicht immer hundertprozentig, und sie sind in erster Linie für Farbdias und -negative geeignet. Bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen kommt es oft zu Verfälschungen. Die Ergebnisse sind außerdem von der chemischen Zusammensetzung des Filmmaterials (z.B. Silberanteil) und dessen Reflexionsverhalten unter Lichteinstrahlung abhängig.

Software zum Aufpolieren

Die Alternative ist Software, die den gleichen Zweck erfüllt, wenn auch nicht mit dieser hohen Erfolgsquote. Dazu gehört z.B. die oft verwendete „Polaroid Dust & Scratch Removal Software“. Sie wird zwar vom Hersteller selbst nicht mehr bereitgestellt, ist aber z.B. auf http://polaroid-dust-scratch-removal-software.softonic.de kostenlos downloadbar und funktioniert – anders als angegeben – auch unter Windows Vista und 7. Allerdings sind das Programm und die Bedienungsanleitung nur in englischer Sprache verfügbar, sodass es ohne fortgeschrittene Sprachkenntnisse schwierig ist.

Das Programm verfügt über ähnliche Werkzeuge wie Bildbearbeitungsprogramme, mit denen man manuell Kratzer und Staubkörner markieren kann („Mark Dust“, „Mark Scratch“) bzw. kann man es mit der Automatikfunktion (>>Action Auto Create Mask<<) versuchen. Wie allgemein bei der Bildbearbeitung müssen Sie die Versuch-und-Irrtum-Methode anwenden und sich langsam herantasten, denn trotz Automatik gibt es noch eine Reihe anderer Vorgaben, die das Programm von Ihnen verlangt.

Fortgeschrittenere Bildbearbeitung

Wenn Sie alte eingescannte Fotos in eine ansehnliche Form bringen möchten, dann werden Sie um ein umfangreich ausgestattetes Bildbearbeitungsprogramm nicht herumkommen. Mit der Windows Live Fotogalerie oder mit Picasa stoßen Sie hier sehr bald an die Grenzen. Eine Alternative dazu ist, die rund 70 Euro für Adobe Photoshop Elements zu investieren und dafür ein ausgereiftes und höchsten Ansprüchen genügendes Programm zu erwerben.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo