Kurztest: Persönliche Datenwolke

Plug-and-Play-Lösung Lima

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KONSUMENT 5/2017 veröffentlicht: 16.03.2017

Inhalt

Lima ist der Name eines in den USA und Frankreich ansässigen Startup-Unternehmens und zugleich jener des Produkts, mit dem man jede USB-Festplatte in eine private Cloud verwandeln kann.

Weltweiter Zugriff

Es handelt sich um ein kompaktes Gerät von 69 x 37 x 27 mm, das man via Ethernet-Kabel mit dem Internet-Router verbindet. Auf der anderen Seite steckt man dann eine externe USB-Festplatte an. Nach einer kurzen Einrichtung hat man weltweit über Computer (Windows, OS X/mac OS, Linux) sowie mobile Geräte (Android, iOS) Zugriff auf die darauf gespeicherten Daten. Auch das Hochladen von Daten ist ortsunabhängig möglich, solange es eine Internetverbindung gibt.

Kurztest Lima: Verwandeln Sie Ihre USB-Festplatte in eine private Cloud (Bild: VKI )

Nicht neu, aber einfacher

Der Fernzugriff auf eine Festplatte zu Hause ist an sich nichts Neues, Lima bringt aber den Plug-and-Play-Aspekt ins Spiel, sprich: die deutliche Vereinfachung. Das gelingt in mancher Hinsicht, in anderer weniger. Zunächst die eindeutig positiven Aspekte: Einfache Einrichtung, gute mehrsprachige Kurzanleitung sowie ausführliche Online-Anleitung. Die Dateien befinden sich auf der privaten externen Festplatte und nicht auf den Servern eines Cloud-Anbieters. Es fallen keine Abokosten an, sondern einmalig rund 110 Euro inklusive Versand. Der Zugriff auf die Festplatte erfolgt laut Anbieterangaben verschlüsselt.

Die weniger positiven Aspekte

Man muss ein Benutzerkonto bei einem weithin unbekannten Unternehmen mit Hauptsitz in den USA anlegen. Die persönlichen Angaben sowie die Nutzungsdaten werden laut den Datenschutzbestimmungen zwar nicht weiterverkauft, aber doch ausgewertet. Die Verwaltung der Dateien über die Lima-Apps ist in einzelnen Details umständlich (wird aber in der Online-Hilfe zumindest gut erklärt).

Lima: Verpackung und Inhalt der persönlichen Datenwolke (Bild: VKI)

Unpraktisch gelöst

Wirklich unpraktisch ist aber das Folgende: Man kann ausschließlich leere Festplatten mit dem Lima-Gerät koppeln bzw. werden darauf befindliche Daten ignoriert. Bei der Einrichtung wird nämlich ein eigener Container mit Ordnern für Fotos, Videos, Musik und Dokumente angelegt. Diese Ordner muss man dann über WLAN befüllen, was bei umfangreicheren Datenmengen entsprechend langsam abläuft. Will man nun z.B. auf eine größere Festplatte umsteigen, gelingt dies nur über Umwege, die weniger versierte Nutzer trotz vorhandener Anleitung überfordern können.

Unser Fazit

Ein guter Ansatz, aber im Detail noch nicht ausgereift. Mit der bevorstehenden Auslieferung der technisch aufgerüsteten „Ultra“-Version des Gerätes verspricht der Hersteller zumindest auch die Einführung neuer Features, allerdings ohne näher auf diese einzugehen. Die Bestellmöglichkeit (per Eintrag in die Warteliste) und die detaillierten technischen Eckdaten und Mindestvoraussetzungen finden Sie unter https://meetlima.com

 

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