Festplattenservice: Datenrettung

Koste es, was es wolle

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KONSUMENT 7/2016 veröffentlicht: 23.06.2016, aktualisiert: 12.09.2016

Inhalt

Test: Damit ein Festplattendefekt nicht zum persönlichen Super-GAU wird, gibt es Datenrettungsdienste. Leider steht für manche davon der Profit über allem.

Wir haben folgende Festplattendienste getestet:

  • Attingo Datenrettung GmbH - www.attingo.at
  • Computerhilfsdienst - www.hilfsdienst.at
  • Computerrepairs GmbH - www.computerrepairs.at
  • Datenrettung Austria - www.datenrettung-austria.at
  • ECS Global GmbH - www.datenrettung-ecs.com/at
  • Festplattendoktor - www.festplattendoktor.at
  • Kroll Ontrack GmbH - www.ontrack.at

In der Testtabelle finden Sie: Testurteil, Kostenschätzung, Analysekosten, verrechneter Preis, Dauer (benötigte Werktage), Datentransfer über: Leih-Datenträger, Ersatz-Datenträger, mitgebrachten Datenträger; defekte Festplatte wurde repariert, Diagnose, Reparatur, Kundenfreundlichkeit. - Und hier unser Testbericht:


Ein Albtraum für jedes Brautpaar: Die externe Fest­platte mit den Hochzeits­fotos ist defekt, die unbezahlbaren Erinnerungen scheinen verloren. Und an ­eine Sicherheitskopie denkt man ­leider ­meistens erst, wenn es schon zu spät ist. Die letzte Hoffnung in so einer Situation: Datenrettungsdienste. Wobei Daten- und Festplattenwiederherstellung die angebo­tenen Dienstleistungen eigentlich besser beschreibt. Datenrettung klingt aber zweifellos spektakulärer.

Verzweiflung wird ausgenutzt

Wir hatten zum Service solcher Firmen bereits mehrere Zuschriften bekommen. Leser schilderten darin negative Erfahrungen – etwa überzogene Preise oder nicht gehaltene ­Erfolgszusagen. Aus diesem Grund ent­schlossen wir uns, die Datenrettungsdienste selber zu testen.

Ausgangspunkt war unser Verdacht, dass manche Anbieter die verzweifelte Situation der Kunden ausnutzen, in der diese bereit sind, für das Wiedererlangen von Inhalten mit hohem ideellen Wert viel Geld ­ in die Hand zu nehmen. Ein Teil der Test­ergebnisse bestätigt unseren Verdacht: Man verlangt unverhältnismäßig hohe Preise und führt technisch nicht versierte Kunden mit falschen Diagnosen in die Irre.

Testsieger war am billigsten

Wir haben acht Datenrettungsdienste beauftragt. Während uns der Testsieger nur 60 Euro in Rechnung stellte, kostete der Service beim teuersten ­Anbieter fast 2.000 Euro. In das Testurteil sind die Kosten aber nicht eingeflossen: Dieses setzt sich aus der Diagnose (50 %), der Reparatur der Festplatte (40 %) und der Kundenfreundlichkeit (10 %) zusammen.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Festplattendoktor, Computerhilfsdienst, Attingo Datenrettung GmbH, Computerhilfsdienst, Computerrepairs GmbH, ECS Global GmbH, Kroll Ontrack GmbH, Datenrettung Austria

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Kommentare

  • @Datensicherheit
    von REDAKTION am 27.06.2016 um 08:27
    Absolut vorbildlich! Wir können allen Computernutzern immer nur raten: Sichern Sie Ihre Daten, und das am besten doppelt und in regelmäßigen Abständen! Externe Festplatten oder SSDs sind dafür bestens geeignet. Sie nicht dauerhaft angeschlossen zu lassen, ist sicherer, weil es Schadsoftware gibt, die gezielt auch externe Datenträger befällt. Ihr KONSUMENT-Team
  • Datensicherheit
    von rschmalhofer am 24.06.2016 um 23:57
    Zusätzlich zum automatischen Update des Betriebssystems und Einsatz eines erweiterten Virenscanners mit Zusatzfunktionen habe ich als Privatanwender eine externe USB-Festplatte zur Datensicherung im Einsatz, die nur für die Sicherung angeschlossen ist. Eine 2. Festplatte mit dem geklonten Inhalt der 1. Festplatte wird abwechselnd im Wochenrythmus dagegen getauscht. Beide HD sind SSD und sind einfach tauschbar (abstecken-anstecken). Die Kosten hierfür lohnen sich jedenfalls und Mann kann mit Sicherheit ruhig schlafen.
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