Schattenprofil auf Facebook

Kommentar von Gernot Schönfeldinger

Seite 1 von 1

KONSUMENT 11/2018 veröffentlicht: 25.10.2018, aktualisiert: 22.03.2018

Inhalt

Wir sollten uns keinen Illusionen hingeben: Das Internet und die großen IT-Konzerne kennen uns und unser Umfeld. Netzwerke wie Facebook legen "Schattenprofile" an -  die verraten mehr über uns, als man denken mag.

Gernot Schönfeldinger über Computer, Smartphones und Software (Foto: VKI)

Ich habe einen Fehler gemacht! Ich habe testweise auf Facebook ein falsches Profil angelegt, mit anderem Namen, anderem Geburtsdatum, anderer E­-Mail­-Adresse. Und dann hat die Bequemlichkeit gesiegt und ich habe meine übliche Handynummer angegeben. Eine Nummer, die Facebook und WhatsApp bereits kennen und die auch etliche meiner dortigen Kontakte auf ihren Geräten gespeichert haben.

Automatische Freundschaftsvorschläge

Was war die Folge? Seit dem zweiten Tag nach der Erstellung des Fake-­Profils und ohne dass ich selbst aktiv geworden wäre, bekomme ich dort von Facebook laufend Freundschaftsvorschläge – und der Großteil dieser Personen ist mir persönlich bekannt. Die Sache ist beängstigend, aber nicht verwunderlich.

Kein unbeschriebenes Blatt im Internet

Es ist kein Geheimnis, dass Facebook & Co mit Daten aus unterschiedlichen Quellen sogenannte Schattenprofile anlegen – auch von Personen, die lediglich indirekt mit den sozialen Medien in Berührung kommen. Was lernen wir daraus? Dass wir uns keinen Illusionen hingeben sollten: Selbst als Besitzer eines altmodischen Tastenhandys ohne Onlinezugang ist man im Internet mit ziemlicher Sicherheit kein unbeschriebenes Blatt mehr. Dieses und viele weitere Themen finden Sie in unserem VKI-­Blog unter: www.blog.vki.at/technik­spielplatz

Gernot Schönfeldinger: Kontakt

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
KONSUMENT-Probe-Abo