KONSUMENT.AT - Teure Online-Ticketbörsen - Warnung: EU-weite Probleme mit Viagogo und Co.

Teure Online-Ticketbörsen

Überteuerte Tickets, verärgerte Fans

Seite 1 von 1

veröffentlicht: 06.06.2019

Inhalt

Vorsicht bei Viagogo, Ticketone oder StubHub! Eintrittskarten für eine Veranstaltung bei diesen Online-Händlern zu kaufen ist riskant und kann sehr teuer werden.

Wenn Sie über diverse Suchmaschinen Tickets für Konzerte, Fußballspiele oder Festivals suchen, so ist die Chance groß, dass Sie bei Viagogo oder ähnlichen Online-Ticketbörsen landen. Haben Sie dort schon einmal bestellt? Wir Mag. Maria Ecker - Leiterin des VKI-Beratungszentrums (Bild: A. Thörisch/VKI) raten dringend von einer Bestellung ab, denn das kann teuer für Sie werden!  Das legen jene Erfahrungen nahe, die uns Kunden der Plattform seit Monaten immer wieder berichten. „Wir haben sehr viele Beschwerde zu diesen Ticketplattformen, insbesondere Viagogo.“, so Mag. Maria Ecker, Leiterin des VKI-Beratungszentrums. Aktuell warnt auch der Europäische Verbraucherverband (französisch Bureau Européen des Unions de Consommateurs, kurz BEUC)  vor Käufen von Eintrittskarten über solche Online-Ticketbörsen.

EU-weite Probleme

Derzeit häufen sich vielerorts in der EU die Probleme mit nicht-lizensierten Online-Händlern. Aufgrund ihrer professionellen Aufmachung kann man die Seiten leicht mit offiziellen Verkaufsplattformen verwechseln. Tatsächlich handelt es sich allerdings bei Ticketbörsen - wie Viagogo, Ticketone oder StubHub - um Weiterverkaufsplattformen. Problematisch ist, dass die Anbieter behaupten, bei ihnen würden Tickets von Privatpersonen angeboten, die selbst nicht an der entsprechenden Veranstaltung teilnehmen können. "Tatsächlich sind Verkäufer auf diesen Seiten häufig Geschäftsleute, die hunderte Tickets zu überhöhten Preisen anbieten", erklärte BEUC.

Rechtliche Konsequenzen vermeiden

Mithilfe automatisierter Systeme werden massenhaft Eintrittskarten gekauft, um sie anschließend gewinnbringend weiter zu verkaufen. In vielen EU-Ländern verstößt diese Praxis gegen geltende Verbraucherschutzregeln. Viagogo etwa steht in Großbritannien unter rechtlichem Druck. In Deutschland hat die Verbraucherzentrale Bayern das Unternehmen verklagt. Es sei aber zu beobachten, dass diese Firmen ihre Niederlassung von einem Land in ein anderes verlegen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Viagogo habe seinen Sitz mittlerweile in die Schweiz und von dort in die USA verlegt.

Unseriöse Methoden

Die unseriösen Methoden der Plattformen sind ähnlich: Probleme beim Einlass, weil das Ticket etwa ungültig ist oder der Veranstalter Tickets, die auf derartigen Plattformen gekauft wurden, nicht akzeptiert. Auch überhöhte Ticketpreise und undurchsichtige Gebühren sorgen bei Konsumenten für Ärger. Mittlerweile reagieren Veranstalter und Künstler auf die unseriöse Geschäftspraxis. Eintrittskarten werden beispielsweise personalisiert. Der Ticketinhaber muss dann nachweisen, dass er das Ticket selbst gekauft hat oder den kennt, der das Ticket ursprünglich erworben hat. 

Wir raten Ihnen daher, Tickets nur bei offiziellen Verkäufern zu kaufen und nicht mehr als den vom Veranstalter festgelegten Preis zu bezahlen.
 

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen