KONSUMENT.AT - Frauen und Pension: Altersvorsorge - Bildung, Verdienst, Pensionsansprüche

Frauen und Pension: Altersvorsorge

Pensionslücke

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KONSUMENT 4/2021 veröffentlicht: 08.03.2021

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Geringere Einkommen, kürzere Erwerbszeiten, lange Teilzeit-Arbeit, Kindererziehung - Frauen fragen sich: Wie hoch wird meine Pension einmal sein?

Das Thema wird von vielen gern weggeschoben, von Frauen aber ganz besonders. Dabei sind es gerade sie, die sich möglichst früh Gedanken darüber machen sollten.

Denn Frauen beziehen in Österreich derzeit nicht nur eine deutlich niedrigere Pension als Männer – viele von ihnen bekommen sogar so wenig, dass sie im Alter als armutsgefährdet gelten. Die Basis dafür wird meist schon früh in der Berufskarriere gelegt. Und das, obwohl Frauen zunehmend besser ausgebildet sind.

Teilweise immer besser ausgebildet

Ein Zehn-Jahres-Vergleich der Statistik Austria fördert ein durchaus überraschendes Bild zutage: Der Anteil der Frauen mit Hochschulabschluss ist nicht nur höher als jener der Männer, die Frauen haben in diesem Punkt sogar noch deutlicher zugelegt (siehe Grafik).

Bildung, Erwerbstätigkeitvon Frauen im Zehnjahresvergleich (Quelle: Statistik Austria, Eurostat)

Schon 2008 verfügten mit einem Anteil von 14 Prozent die Frauen im Durchschnitt häufiger über einen universitären Abschluss als Männer (13 Prozent). Warum aber schlägt sich die gute Ausbildung nicht in der Pensionshöhe der Frauen nieder? Noch nicht, muss die Antwort wohl lauten. Die gute Ausbildung ist nämlich unter den jüngeren Frauen stärker verbreitet als unter den älteren.

"Es wird also dauern, bis sich sehr gut ausgebildete Frauen am Arbeitsmarkt etablieren, was dann auch zu einer höheren Pension führen wird", erklärt Christine Mayrhuber, Ökonomin am Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) und Mit-Initiatorin der Projekts Trapez, das sich mit den geschlechtsspezifischen Unterschieden der Alterspensionen beschäftigt.

Viele haben nur Pflichtschule

Es gibt aber noch einen zweiten Bildungsfaktor, der zu den niedrigeren Frauen-Pensionen beiträgt: Am anderen Ende der Ausbildungsskala, beim Pflichtschulabschluss, sind Frauen nämlich ebenfalls mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil vertreten. Auch ein daraus resultierendes niedrigeres Einkommen drückt die Höhe der Pension.

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