KONSUMENT.AT - Eier aus Freilandhaltung - Werbung und Realität

Eier aus Freilandhaltung

Irreführende Bezeichnung?

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KONSUMENT 4/2019 veröffentlicht: 28.03.2019

Inhalt

"Ist die Bezeichnung „Eier aus Freilandhaltung“ nicht irreführend – insbesondere in Kombination mit Verpackungen, wo ein einsames Huhn auf der weiten grünen Wiese zu sehen ist?" - In den "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Katrin Mittl-Jobst, MSc.

Katrin Mittl MSc (Bild: A. Thörisch/VKI)
Katrin Mittl-
Jobst, MSc

Bodenhaltung

Bei der Bodenhaltung kommen 7 bis 9 Hennen auf einen Quadratmeter Stallboden. Es müssen Sitzstangen für die Tiere vorhanden sein und mindestens ein Drittel der Stallfläche muss eingestreut sein. Konkret richtet sich die Besatzdichte (Anzahl der Hühner pro m²) nach der Einrichtung der Halle und des Vorhandenseins von Außenscharrräumen.

Konventionelle Freilandhaltung

Selbiges gilt auch bei konventioneller Freilandhaltung. Dort haben die Hühner aber zusätzlich Auslauf, sie können untertags ins Freie. Die Auslauffläche pro Huhn beträgt in Österreich mindestens 8 Quadratmeter. Grundsätzlich darf Werbung, auch für Eier aus Freilandhaltung, nicht irreführend sein. Leider entsprechen die Werbung und der Verpackungsaufdruck selten der Realität.

Lebensmittel-Check: Produkte melden

Sie fühlen sich durch Aufmachung, Kennzeichnung oder Bewerbung eines Lebensmittels getäuscht? Wir schauen uns das gerne an! Schicken Sie uns eine E-Mail mit Foto und Bezeichnung des Produktes. Oder nutzen Sie unser Meldeformular: www.konsument.at/lebensmittel-melden . Auf www.lebensmittel-check.at veröffentlichen wir in regelmäßigen Abständen Produkte, durch die sich Konsumenten getäuscht fühlen. Gegen die dreistesten Irreführungen geht die VKI-Rechtsabteilung bisweilen auch gerichtlich vor.

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