Erdbeereis

Eiskaltes Farbenspiel

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KONSUMENT 7/2015 veröffentlicht: 25.06.2015

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Sommerzeit ist Eiszeit. Doch wie viel Eis bekommen Schlecke­rmäuler eigentlich für ihr Geld? Und was kann ­Erdbeereis knallrosa färben?

Folgende Eisgeschäfte waren in unserem Erdbeereis-Check:

Wien

  • Bortolotti
  • Eis Greissler
  • Eissalon am Schwedenplatz
  • Tichy Eissalon
  • Tuchlauben Eis
  • Zanoni & Zanoni

Innsbruck

  • Eisgrotte
  • Eis Peintner
  • Tomaselli Gelateria

Geprüft haben wir: Geschmack, Preis/100g, Farbstoffe. - Nachfolgend unser Report.


Rund 8 Liter oder etwa 64 Kugeln Eis werden hierzulande pro Kopf und Jahr geschleckt. Das ist im europäischen Vergleich nicht ­wenig, aber auch nicht viel. Damit die Österreicher mehr auf den Geschmack kommen, propagieren die Eissalons beim traditio­nellen Saisonstart Mitte März immer eine Eissorte des Jahres.

Waren es 2014 Beeren und Beerenvariationen, so sind die Spezialitäten der Sommersaison 2015 Schokolade und Zitrusfrüchte. Mehr Klassik geht fast nicht mehr, denn Schokolade zählt seit Jahren neben Vanille, Haselnuss und Erdbeere zu den beliebtesten Eissorten des Landes.

Preis, Geschmack, Farbstoffe

Was genau in Vanilleeis steckt, haben wir zuletzt vor drei Jahren untersucht ( Test: Vanilleeis 8/2012 ). Diesmal wollten wir wissen: Wie viel Geld nehmen die Eissalons eigentlich für ihre Ware? Oder anders gefragt: Wie viel Eis bekommt der Kunde für sein Geld? Als Testobjekt wählten wir Erdbeereis aus.

Diese Sorte gehört zum Standard­angebot jeder Eisdiele und ist vor allem bei Kindern wegen ihrer Farbe beliebt. Eine ­weitere Frage lautete daher: Was macht ­dieses Eis so schön rosa? Und natürlich: Schmeckt Erdbeereis immer gleich oder gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen ­Geschäften?

Wiener und Innsbrucker Eissalons

Eingekauft haben wir unser Eis in sechs ­Wiener und drei Innsbrucker Eissalons. Bei jedem Geschäft verlangten wir die kleinste Eisportion im Becher. Während die einen Tester das Eis erstanden, suchten die anderen einen möglichst unauffälligen Platz zum Ausfüllen der Fragebögen.

Jede Eisportion wurde genau abgewogen. Anschließend kam ein Teil unserer Einkäufe in etikettierte Flaschen, die zur Untersuchung der ver­wendeten Farbstoffe ins Labor transportiert wurden. Darauf folgte der kulinarische Teil: die Verkostung.

Von frisch bis künstlich

Kaum zu glauben, aber wahr: Die geschmacklichen Unterschiede bei Erdbeereis sind enorm. Von süß bis säuerlich, von ­milchig bis cremig, von frisch bis künstlich war alles vertreten. Wirklich überzeugen konnte uns übrigens kein einziges Eis. Mehr noch: Gerade einmal in der Hälfte der Eis­salons würden unsere Tester nochmals ­Erdbeereis kaufen.

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
8 Stimmen

Kommentare

  • Gute Idee
    von REDAKTION am 30.07.2015 um 13:57
    Auch uns würde bei vielen Produkten interessieren, wie hoch der tatsächlich enthaltene Fruchtgehalt ist. Leider ist das häufig unmöglich, so auch bei Erdbeereis: Hier könnte der Erdbeeranteil nur dann analysiert werden, wenn ganze und keine gestückelten Erdbeeren enthalten wären. Das trifft bei diesem Produkt aber nicht zu. Was die Eismischungen angeht, ist es so, dass es hier keine einheitliche Regelung gibt, wie ein Eis in einem Eissalon produziert werden muss. Jedes Unternehmen hat individuelle betriebliche Auflagen zu erfüllen. In diesen ist auch festgehalten, welche Hilfsmittel zur Produktion herangezogen werden dürfen. Die Aromen konnten wir aufgrund unseres eingeschränkten Untersuchungsbudgets leider nicht untersuchen lassen. Ihr Konsument-Team
  • zu Test gute Idee
    von REDAKTION am 20.07.2015 um 11:28
    Wir gehen Ihren Fragen nach. Bitte noch um etwas Geduld. Ihr Konsument-Team
  • Test eine gute Idee,
    von escargot am 19.07.2015 um 15:01
    aber leider doch SEHR oberflächlich, schade! Immerhin haben Sie auf vorhandene Farbstoffe getestet, aber wie sieht s mit der tatsächlichen Menge Erdbeeren pro 100 g Eis aus? Bei welchem Eissalon (so sagt man statt Eisdiele zumindest in Wien) kommt der fruchtige Geschmack von billigen Aromen anstatt von Früchten? Und was ich schon immer wissen wollte: Müssen Eissalons ihr Eis wirklich selbst zur Gänze produzieren oder darf es auch mal eine Fertigeismischung aus dem Großmarkt sein, die dann nur noch im besten Fall mit Milch in die Eismaschine zusammen gerührt wird? Die ganze Branche kommt mir sehr undurchsichtig vor ... Mich würde also wirklich brennend interessieren, wo ich hochwertiges Eis bekomme! Geschmäcker sind bekanntlich verschieden - Inhaltsstoffe hingegen Fakten!
  • zu Wortwahl
    von REDAKTION am 30.06.2015 um 18:36

    Auch uns liegt die Verwendung des Österreichischen sehr am Herzen. Zum von Ihnen kritisierten Stichwort "Eisdiele" vermerkt das Österreichische Wörterbuch (41. Auflage): D, in Ö veraltet. Sprache lebt und verändert sich, manchmal mehr als man denkt. Komplett aus der Mode gekommen ist der Begriff Budel für Verkaufstisch, den Sie hier möglicherweise vermissen. Einen "Tresen" als Ersatz für die Budel zu nehmen war aber tatsächlich keine gute Entscheidung. Wäre Ihnen "Theke" weniger unangenehm aufgefallen, obwohl es sich dabei genaugenommen um einen Schanktisch handelt?

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Erdbeereis
    von REDAKTION am 29.06.2015 um 13:49

    Für unseren letzten Test Speiseeis haben wir hauptsächlich Vanilleeis aus den Tiefkühltruhen des Handels unter die Lupe genommen. Diesmal wollten wir wissen, wie es um die Produktqualität in den Eissalons bestellt ist. Der nächste Speiseeis-Test wird sich vermutlich wieder auf die großen Anbieter konzentrieren.

    Ihr KONSUMENT-Team

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