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Eismaschinen - Mein kleiner Eissalon

, aktualisiert am

Test: Die Zubereitung von Speiseeis ist keine Hexerei. Geräte mit Kompressor haben in mehrerer Hinsicht die Nase vorn, darunter auch beim Preis.

Folgende Eismaschinen finden Sie in unserer Testtabelle:

MIT KOMPRESSOR

Caso Design IceCreamer
De'Longhi II Gelataio ICK 6000
H.Koenig HF250
Medion MD18387
Proficook PC-ICM 1091 N
Sage the Smart Scoop
Severin EZ 7405
Springlane Emma
Unold Eismaschine Exklusiv

OHNE KOMPRESSOR

Clatronic ICM 3581
Klarstein Creamberry Eiscremebereiter
Krups Perfect Mix 9000
Mia IC 9963
Pearl Rosenstein & Söhne 4in1-Eismaschine EMA-300
Rommelsbacher IM 12
Steba IC20
Unold Eismaschine Gelato
WMF Küchenminis Eismaschine 3in1

Die Testtabelle informiert über:

  • Ausstattung/Technische Merkmale (Volumen des Kühlbehälters, Max. Verarbeitungsmenge, Gefrierzeit Vanilleeis, Kältemittel, Display, Eisprogramme, Timer, Eisbehälter und Rührer spülmaschinengeeignet, Abmessungen, Höhe und Durchmesser Gefrierbehälter, Länge Stromkabel, Gewicht)
  • Zubereitung (Vanilleeis, Zitronensorbet, Frozen Yogurt, Eis mit Schokolade und Nüssen, Gefrierzeit in Eismaschine, Joghurt herstellen mit Wärmefunktion)
  • Handhabung (Bedienungsanleitung, Zusammenbau/Einstellen/Nutzung, Eisentnahme, Reinigen)
  • Geräusch
  • Umwelteigenschaften (Energieeffizienz, Kältemittel, Konstruktion und Verarbeitung)

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht.


Test: 18 Eismaschinen

Ein träger Sommernachmittag, 34 Grad im Schatten. Die Sehnsucht nach einem erfrischenden Eisbecher steigt von Minute zu Minute, doch das hitzegeschwächte geistige Auge malt sich den Weg zum nächsten Eissalon als zum Scheitern verurteilten Versuch einer Sahara-Durchquerung aus. Wer für Notfälle solcher Art vorsorgen möchte, kann dies mit einer Speiseeismaschine für zu Hause tun. Gut bedient ist damit auch, wer genau wissen möchte, welche Zutaten ins Eis kommen – sei es, dass man auf die regionale Herkunft schaut, auf biologisch, laktosefrei oder vegan. Zugleich halten sich selbst bei Verwendung hochwertiger Zutaten die Kosten in Grenzen. Sie bleiben unter 50 Cent pro Kugel.

Vorauszuschicken ist, dass man Speiseeis auch per Hand zubereiten kann. Es wird allerdings nicht so cremig. Die Eismaschinen kühlen und rühren gleichzeitig. Das Rühren verhindert die Eiskristallbildung beim Gefrieren des Wasseranteils in der Eismasse. Zugleich wird Luft unter die Masse geschlagen, das sorgt für eine lockere Konsistenz.

Mit und ohne aktiver Kühlung

Die Stiftung Warentest hat 18 Speiseeismaschinen getestet. Die eine Hälfte davon kühlt aktiv mithilfe eines strombetriebenen Kompressors, die andere Hälfte passiv, indem ihre Behälter vorab mindestens zwölf Stunden im Gefrierschrank verbringen. Nach dem Prinzip von Kühlakkus geben sie dann nach dem Herausnehmen über einen gewissen Zeitraum die Kälte wieder ab. Fest steht: Besser gelingt das Eis fast immer mit den aktiven Eismaschinen.

Im Test wurden Vanilleeis, Zitronensorbet, Frozen Yogurt sowie Eis mit Schokolade und Nüssen hergestellt und auf Konsistenz, Aussehen und Geschmack geprüft. Der Blick in die Tabelle zeigt, dass man den Kompressor-Maschinen beim Frozen Yogurt nichts vormachen kann. Auch Vanilleeis zählt zu ihren offensichtlichen Stärken. Durchwachsen ist das Ergebnis beim Zitronensorbet, hier wird von manchen Modellen die gefrierende Masse beim Rühren nicht gleichmäßig verteilt.

Kosten, Platzbedarf, Zeit

Treibhausgas

Ärgerlich: De'Longhi liefert als einziges Gerät durchwegs sehr gutes Eis, ist aber mit dem nicht mehr zeitgemäßen, weil hoch klimaschädlichen Kältemittel R134a (Tetrafluorethan) befüllt. Das kostete De'Longhi im Test Punkte. R134a darf beispielsweise seit 2017 nicht mehr in Klimaanlagen neuer Pkw eingesetzt werden. Ein bedeutend geringeres Treibhauspotenzial hat das heute übliche R600a, das man in den übrigen Eismaschinen findet. Trotzdem soll auch dieses Kältemittel keinesfalls in die Atmosphäre gelangen. An ihrem Lebensende muss man daher alle diese Geräte ordnungsgemäß entsorgen.

Kosten

Der Stromverbrauch der aktiven Eismaschinen ist gering, die Kosten belaufen sich auf wenige Cent pro Liter. Weniger leicht hinwegsehen kann man über den Anschaffungspreis. Die von uns erhobenen Richtpreise bewegen sich zwischen 190 und 430 Euro. Das ist ein Mehrfaches dessen, was man für die meisten passiven Modelle zahlt.

Platzbedarf

Der Kompressor wirkt sich weiters auf Größe und Gewicht der Geräte aus. Mit bis zu 43 Zentimetern Breite und zehn bis zwölf Kilo sind sie mit Mikrowellenöfen vergleichbar. Wenn man einen fixen Aufstellplatz dafür hat, ermöglicht der eingebaute Kompressor natürlich eine spontane und auch häufige Nutzung.

Die passiven Modelle begnügen sich mit halb so viel Platz und wiegen zwei bis drei Kilo. Dafür müssen die Behälter mit Durchmessern von 18 bis 21 Zentimeter und Höhen von 12 bis 15 Zentimeter rechtzeitig ins Gefrierfach – und dort auch hineinpassen.

Zeit

Eine auffällige Erscheinung ist die Eismaschine aus der Küchenminis-Serie von WMF. Ihr Behälter ist mit 14 Zentimetern Durchmesser und 11 Zentimetern Höhe besonders kompakt. Die maximale Verarbeitungsmenge pro Durchgang liegt freilich bei lediglich 0,3 Liter, das entspricht etwa vier Kugeln Eis. Die kann man aber im Fall von Vanilleeis immerhin schon nach 30 Minuten genießen, schneller als bei allen anderen Geräten. Mit den übrigen kompressorlosen Maschinen kann man mehr Eismasse auf einmal verarbeiten, mit Krups und Unold Gelato laut Anbieter sogar einen ganzen Liter.

Mit dem Modell Exklusiv ist die Firma Unold auch bei den aktiven Maschinen führend in Sachen Verarbeitungsmenge. Sie liefert bis zu 1,5 Liter Eis auf einmal. Man muss aber entsprechend mehr Geduld aufbringen, nämlich fast eineinhalb Stunden.

Reinigung

Die passiv kühlende Unold Gelato wäre aufgrund ihrer guten Noten bei der Zubereitung übrigens durchaus empfehlenswert, wäre da nicht die sehr aufwendige Reinigung, die ihr einen Punkteabzug einbrachte. Ein Problem, das andere passive Geräte allerdings auch hatten. Die Edelstahloberfläche der aktiven Maschinen wiederum ist rasch mit Flecken und Fingerabdrücken übersät. Hinzu kommt allgemein, dass die wenigsten Eisbehälter spülmaschinengeeignet sind.

Fazit

Die Medion MD18387 mit Kompressor ist nicht nur Testsieger, sondern überzeugt auch mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer eine größere Personenanzahl auf einmal mit Eis versorgen möchte, ist mit der Unold Exklusiv gut bedient, auch wenn sie beim Zitronensorbet etwas schwächelt. Passive Geräte sind eher für den gelegentlichen Einsatz und für kleinere Mengen eine Alternative. Die WMF Küchenminis Eismaschine ist hier die Beste, bereitet allerdings nur 0,3 Liter Eis auf einmal zu.

Testtabelle: Eismaschinen mit Kompressor

Testtabelle: Eismaschinen ohne Kompressor

Plus und Minus

Geräte mit Kompressor

+ bereiten meist gutes bis sehr gutes Eis zu
+ im Schnitt höheres Fassungsvermögen
+ jederzeit einsatzbereit
+ für häufigen Einsatz geeignet
– deutlich höhere Anschaffungskosten
– Platzbedarf und Gewicht ähnlich einer Mikrowelle

Geräte ohne Kompressor

+ vergleichsweise preiswert
+ platzsparend und leicht
– im Schnitt geringeres Fassungsvermögen
– der Behälter muss 12 Stunden vorfrieren
– keine Zubereitungen in kurzer Folge
– auch die Eismasse muss vorgekühlt sein

VKI-Tipps

  • Vorbereitung. Kühlen Sie die zubereitete Masse bzw. die Zutaten im Kühlschrank vor, dann frieren sie schneller. Bei passiven Geräten muss die Eismasse auf jeden Fall vorgekühlt sein.
  • Abkühlung. Wenn Sie Kompressorgeräte einige Minuten vor der Zubereitung einschalten, gefriert das Eis ebenfalls schneller.
  • Planung. Eine Lösung für Besitzer passiver Eismaschinen, die größere Mengen benötigen: einen zweiten Behälter kaufen und im Gefrierfach bereithalten.
  • Mengenbeschränkung. Falls eine kleinere Portion ausreicht: Je weniger Eis Sie auf einmal zubereiten, desto besser kühlen vor allem die passiven Geräte.

Testkriterien

Im Test der Stiftung Warentest waren 18 Speiseeismaschinen – neun mit aktiver Kühlung durch eigenen Kompressorkühlkreislauf und neun, bei denen ein Kühlbehälter im Gefrierfach vorgefroren werden muss.

Untersuchungen: Alle Geräte bestanden die Prüfungen der elektrischen Sicherheit, darunter zum Schutz gegen elektrischen Schlag und vor Ableitstrom. Alle subjektiven Prüfungen erfolgten durch zwei Expertinnen und einen Experten.

Zubereitung (50 %)

Es wurden vier Eissorten jeweils zwei Mal zubereitet und hinsichtlich Konsistenz, Gleichmäßigkeit, Aussehen und Geschmack geprüft. Beim Vanilleeis wurde nicht nur die vom Hersteller empfohlene maximale Verarbeitungsmenge Eis hergestellt, sondern wenn möglich auch die Menge von 600 Milliliter. Von Zitronensorbet, Frozen Yogurt und Eis mit Schokolade und Nüssen war es immer nur die für das Gerät empfohlene Maximalmenge. Die Gefrierzeit in der Eismaschine pro Liter wurde für alle vier Eissorten ermittelt und bewertet. Joghurt herstellen mit Wärmefunktion: Lässt sich mit dem Gerät Joghurt herstellen, wurde bewertet, wie gut dies gelang.

Handhabung (30 %)

Beurteilt wurden Bedienungsanleitung, Zusammenbau, Einstellen, Nutzung der Geräte, wie einfach die Eisentnahme funktioniert und wie viel Eis am Rührer und im Behälter zurückbleibt. Beim Reinigen wurde unter anderem bewertet, wie einfach zugänglich und spülmaschinengeeignet Rührer und Behälter und wie empfindlich die Oberflächen sind.

Geräusch (10 %)

Es wurden die Geräuschemissionen während der Eisherstellung subjektiv bewertet.

Umwelteigenschaften (10 %)

Für die Energieeffizienz wurde der für die Eisherstellung nötige Stromverbrauch ermittelt und auf einen Liter hergestelltes Eis bezogen. Bei Geräten ohne Kompressor wurde der Mehrstromverbrauch des Gefrierfachs zum Einfrieren der Kühlbehälter mit einbezogen. Bei Geräten mit Kompressor wurde die Treibhauswirkung des eingesetzten Kältemittels bewertet. Konstruktion und Verarbeitung wurden durch Sichtprüfung beurteilt.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass Produktmängel sich verstärkt auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken.

Folgende Abwertungen wurden eingesetzt: Bei „weniger zufriedenstellender“ Note für das Eis mit Schokolade und Nüssen konnte die Zubereitung nur eine halbe Note besser sein. Lautete das Urteil für die Handhabung „weniger zufriedenstellend“, konnte das KONSUMENT-Testurteil maximal eine Note besser sein. Ab „weniger zufriedenstellender“ Reinigung wurde vom Urteil Handhabung maximal eine Note abgezogen. Bei „weniger zufriedenstellenden“ Umwelteigenschaften wurde das KONSUMENT-Testurteil um eine Note abgewertet. Bei einem „weniger zufriedenstellend“ für das Kältemittel konnten die Umwelteigenschaften nur eine halbe Note besser sein.

Testplakette

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette.

Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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