KONSUMENT.AT - Lebensmittelzusatzstoffe - Zusatzstoffe: die wichtigsten Gruppen im Steckbrief

Lebensmittelzusatzstoffe

Was hinter E-Nummern steckt

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Konsument 2/2002 veröffentlicht: 01.02.2002

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Konservierungsmittel verbessern die Haltbarkeit. Von sämtlichen Konservierungsstoffen ist E 200 Sorbinsäure derjenige mit den meisten Zulassungen für Lebensmittel. Mit Sorbinsäure werden unter anderem Getränke, Trockenfrüchte, Fleisch- und Fischerzeugnisse, Käse, Schnittbrot und Backwaren haltbar gemacht.
E 280 Propionsäure war früher bei uns verboten (sie hatte sich im Tierversuch als Krebs erregend erwiesen). Jetzt ist sie in sämtlichen EU-Ländern, unter anderem als Konservierungsstoff für Schnittbrot, wieder zugelassen.
In Österreich wird Schnittbrot üblicherweise mit Sorbinsäure haltbar gemacht. Trotzdem empfiehlt es sich, einen genauen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Mit Propionsäure konservierte Produkte sollte man besser im Regal liegen lassen.

Farbstoffe
sorgen für appetitliches Aussehen und für bunte Vielfalt bei Süßigkeiten. Für Lebensmittel sind derzeit rund vierzig Farbstoffe (natürliche, synthetische und anorganische) zugelassen. Die Pracht knallig bunt gefärbter Zuckerln, Schlecker, Fruchtgummis oder Limonaden ist oft auf problematische Azo-Farbstoffe zurückzuführen. Besonderes Augenmerk verdient das gelbe Tartrazin (Allergie- und Unverträglichkeitsreaktionen).
Süßstoffe (zum Beispiel Cyclamat, Saccharin) liefern in der Regel keine Kalorien und werden daher bevorzugt zum Süßen von „Light“-Produkten verwendet. Sie sind für Getränke, Desserts, Eis, Konfitüren und etliche andere Lebensmittel zugelassen.

Geschmacksverstärker
haben kaum oder gar keinen Eigengeschmack, vermögen aber die Geschmacksintensität von Lebensmitteln zu steigern. Die meisten als Zusatzstoffe zugelassenen Geschmacksverstärker betonen das Empfinden „salzig“.
Viele Produkte, zum Beispiel Halbfertig- und Fertiggerichte, Wurst, Gewürzmischungen, Suppenwürfel, enthalten Geschmacksverstärker.

Emulgatoren
ermöglichen, dass Substanzen, die sich an sich nicht mischen lassen (etwa Wasser und Fett), sich
verbinden und auch verbunden bleiben, zum Beispiel bei Margarine, aber auch bei Salatdressings oder Eiscreme.
Der Einsatzbereich ist vielfältig. So werden sie auch verwendet, um die Backeigenschaften von Teig zu verbessern, um Schokolade oder Milchprodukte cremiger, Getränkepulver besser löslich oder Kaugummi plastischer zu machen.

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