KONSUMENT.AT - Sekt - Leserreaktionen

Sekt

Ein echter Knaller

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KONSUMENT 12/2011 veröffentlicht: 15.11.2011, aktualisiert: 26.01.2012

Inhalt

Leserreaktionen

Letzter Testsieger fehlt

Warum wurde der letzte Testsieger diesmal nicht getestet?

Dr. Johann Meisterhofer
Wien
(aus KONSUMENT 3/2012)

Zum Zeitpunkt der Markterhebung Ende Juli/Anfang August 2011 fanden wir das Produkt nicht im Handel. Stattdessen wurden zwei Produkte von Hofer getestet: Diplomat und Winzerhaus. Letzteres trägt auf der Verpackung einen Verweis auf den Mailberger Gutssekt: „Der ‚Winzerhaus Brut‘ wird nach den gleichen hohen Qualitätsanforderungen wie der ‚Mailberger Gutssekt‘ produziert. Ein halbes Jahr Lagerung auf der Hefe. Daher besonders bekömmlich.“

Die Redaktion

Herkunftsfragen

Dass Sie die Marke Rittersekt – als Sekt aus Deutschland – bezeichnen, finde ich irreführend. Dieser Sekt kommt aus dem Schlossgut Raggendorf, und das liegt im Weinviertel!

Leo Slatner
E-Mail
(aus KONSUMENT 2/2012)

Den Sekt als österreichischen Sekt zu bezeichnen ist irreführend für den Konsumenten. Laut Angabe der Firma Ritter kommt nur ein Drittel der verwendeten Trauben aus Österreich, der Rest zu gleichen Teilen aus Deutschland und Italien. Die Herstellung erfolgt in Deutschland, in Prottes sitzt lediglich der Vertrieb.

Die Redaktion

Histamingehalt

Zahlreiche Lebensmittel und alkoholische Getränke enthalten Histamin. Histamin-Unverträglichkeit ist sehr verbreitet. Auch bei Gesunden ist es oft Auslöser von Kopfschmerzen. Deshalb ist interessant, wie viel – besser wie wenig – Histamin im Sekt ist. Einen geringen Histamin-Gehalt kann man durchaus als Qualitätskriterium verstehen. Diese Angabe ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, sollte es aber sein. Leider fand Histamin in ihrem Test keine Berücksichtigung.

User "multitude"
(aus KONSUMENT 2/2012)

Histamin im Sekt ist nur für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe relevant, und zwar für jene, denen das Enzym zum Abbau dieser Substanz (teilweise) fehlt. Das Wissen um den Histamingehalt von Lebensmitteln ist für diese Personengruppe natürlich sehr wichtig und auch ein entscheidender Faktor für ihre Lebensqualität. Darüber hinaus ist Histamin aber kein generelles Qualitätskriterium.

Untersuchungen zum Histamingehalt von Sekt gibt es bereits, z.B. von Professor Jarisch vom Floridsdorfer Allergieambulatorium in Wien.

Die Redaktion

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
75 Stimmen

Kommentare

  • Zuckergehalt: Irrtum
    von REDAKTION am 07.02.2012 um 10:47

    KONSUMENT hat aufmerksame Leser - danke für den Hinweis. Beim Kasten "Was heißt hier trocken?" wurden irrtümlich die inzwischen veralteten Zuckerwerte angebeben. Wir bitten um Entschuldigung und haben diesen Fehler inzwischen korrigiert.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • zuckergehalt - bezeichnung
    von weinsinne am 31.01.2012 um 09:10
    ich würde meinen die kriterien zum zuckergehalt sind falsch : naturherb, brut nature, unter 3g/l extra herb, extra brut, extra bruto, zwischen 0 – 6g/l herb, brut, bruto, unter 12g/l extra trocken, extra dry, extra seco, zwischen 12 – 17g/l trocken, sec, secco, asciutto, dry, seco, zwischen 17 – 32g/l halbtrocken, demi sec, abboccato, medium dry, semi sec,zwischen 32 – 50g/l laut Bezeichnungsvorschriften der österr. Bundeskellereiinspektion vom August 2011
  • Histamingehalt
    von Gabriella am 07.12.2011 um 11:42
    Ich gebe "multitude" vollkommen recht. Auch wenn der Histamingehalt (wenig bis keiner)nicht unbedingt als Qualitätskriterium gewertet werden kann, sollte er doch bei den Tests gemessen werden und aufscheinen. In weiterer Folge sollte es dann positiv bewertet bzw. erwähnt werden, wenn ein Hersteller den Histamingehalt auf dem Etikett angibt. Das gilt natürlich genauso für Wein. Mir und vielen anderen würde es helfen.
  • Histamingehalt
    von REDAKTION am 30.11.2011 um 12:22

    Bei allen unseren Lebensmittel-Tests spielt die Kennzeichnung der Produkte eine wichtige Rolle. Jeder Konsument muss sich darauf verlassen können, dass das, was auf der Verpackung steht, auch den Tatsachen entspricht. ist. Das war beim Testverlierer Rittsteuer nicht der Fall. Histamin im Sekt ist nur für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe relevant, und zwar für jene, denen das Enzym zum Abbau diese Substanz (teilweise) fehlt. Das Wissen um den Histamingehalt von Lebensmitteln ist für diese Personengruppe natürlich sehr wichtig und auch ein entscheidender Faktor für ihre Lebensqualität. Darüber hinaus ist Histamin aber kein generelles Qualitätskriterium.

    Untersuchungen zum Histamingehalt von Sekt gibt es bereits, z.B. von Prof. Jarisch vom Floridsdorfer Allergieambulatorium in Wien.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Bewertung
    von REDAKTION am 30.11.2011 um 11:53

    Alle Sektproben wurden sowohl von Fachleuten als auch Laien beurteilt. Die Verkostungskommission der Experten umfasste sechs Personen. Die Laienverkostung wurde mit insgesamt 25 Personen durchgeführt.

    Ihr KONSUMENT-Team