Fluorid und Gesundheit

Großer Nutzen, kein Krebs

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veröffentlicht: 25.06.2015

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Fluorid in Zahnpasten bekämpft wirkungsvoll Karies. Vergiftungen mit Fluorid sind extrem unwahrscheinlich.

Die Begriffe Fluor und Fluorid werden fälschlicherweise oft synonym verwendet. Bei Fluor handelt es sich um ein giftiges Gas. Fluoride sind die Salze des Fluors, sie kommen überall in der Natur vor. Im menschlichen Körper ist Fluorid vor allem in ­Knochen und Zähnen enthalten.

Fluorid steckt auch in ­unserer Nahrung, etwa in Mineralwasser, Fisch oder schwarzem Tee. Eine fluoridfreie Ernährung ist nicht möglich. Täglich nehmen wir zwischen 0,4 und 1,5 Milligramm auf. Der Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt bei 3,5 Milligramm.

Keine Gefahr

Damit Fluorid zum Gesundheitsrisiko wird, müssen große Mengen aufgenommen werden. Die tödliche Dosis für einen 75 Kilogramm schweren Menschen liegt bei 3500 Milligramm. In einer 75-Milliliter-Zahn­pastatube sind rund 112 Milligramm enthalten. Um in eine lebensgefährliche Situation zu geraten, müsste ein 75 Kilogramm schwerer Erwachsener also den Inhalt von mehr als 30 Zahn­pasta­tuben verzehren. Auch für einen 20 Kilogramm schweren Sechsjährigen ist es höchst unwahrscheinlich, durch ­Fluorid gesundheitliche Schäden davonzutragen. Erste Vergiftungserscheinungen würden erst nach dem Verzehr einer ganzen Tube Erwachsenen-Zahnpasta auftreten. Selbst wenn beim Zähne­putzen etwas Zahnpasta verschluckt wird, besteht noch keine Gefahr.

Kein Beleg für Krebs

Fluorid wird auch immer wieder mit Krebs in Verbindung gebracht. Wissenschaftlich gibt es dafür keine Belege. Auch Kinder unter sechs ­Jahre sollten bereits eine elektrische Zahnbürste benutzen und ausschließlich Kinder-Zahnpasta verwenden, da diese weniger Fluorid enthält. So wird verhindert, dass sich später eine sogenannte Fluorose ausbilden kann. Diese zeigt sich durch weiße bis gräuliche Flecken auf dem Zahnschmelz der bleibenden Zähne. Ursache ist eine regelmäßig überhöhte Fluoridaufnahme.

Fluoridiertes Salz ist ungefährlich

Die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz ist ungefährlich, auf zusätzliche Fluoridgaben, etwa Tabletten, sollte jedoch verzichtet werden. Um Zahnputzschäden zu verhindern, ist es wichtig, dass Kinder bis zum 10. Lebensjahr ihre Zähne nicht unbeaufsichtigt putzen. Damit die Zahnreinigung optimal ist, sollten die Eltern zudem gelegentlich nachputzen.

Mit Färbetablette kontrollieren

Empfehlenswert ist es auch, den Putzerfolg hin und wieder mit einer Färbe­tablette überprüfen. Eine Fluoridierung des Trinkwassers ist unserer Ansicht nach kontraproduktiv. Das Fluorid gelangt nämlich beim Trinken nicht dort hin, wo es eigentlich hin soll, nämlich in den Zahnschmelz. Es wird vielmehr in die Knochen eingelagert, was auf Dauer die Knochenstruktur schädigt.

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