Haustierfutter

Für Hund und Katz

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 20.12.2010, aktualisiert: 28.04.2011

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Hausgemachtes Futter

Bei Selbstgekochtem weiß der Tierhalter, was drin ist. Wir haben für einen zehn Kilogramm schweren Hund zwei Tagesrationen zusammengestellt. Die Zutaten stammten aus dem Super­markt und kosteten 1,26 beziehungsweise 1,65 Euro. Für eine vier Kilogramm schwere Katze errechneten wir Kosten zwischen 0,57 und 0,98 Euro. Geldersparnis kann also nicht die Motivation für haus­gemachte Verpflegung sein.

Für eine ausgewogene Ernährung müssen sowohl Energie- und Nährstoffbedarf des Tieres als auch der Nährstoffgehalt der verwendeten Zutaten bekannt sein. Bevor man sich an den Herd stellt, sollte man sich etwa bei Ernährungs­spezialisten in Tierkliniken oder bei einem Tierarzt beraten lassen. Nicht zu unterschätzen ist auch der Zeitaufwand. Es empfiehlt sich, größere Mengen herzustellen und einzufrieren. Da vor allem Katzen dazu neigen, die Leckerbissen aus dem Futter zu picken, sollten die Zutaten klein geschnitten und gut vermischt beziehungsweise püriert werden.

Was man beachten sollte

Bei Hunden sollte man auf die richtige ­Mischung aus tierischen Anteilen und Kohlenhydraten wie Getreide (darunter fallen auch Brot und Nudeln) oder Kartoffeln achten. Katzen dagegen benötigen nur geringe Mengen an Kohlenhydraten. Grundsätzlich ist zu beachten, dass eine für den Menschen gesunde fett- oder cholesterinarme Kost für Haustiere in der Regel ungeeignet ist.

Rohes Fleisch ist auch für Haustiere mit Vorsicht zu genießen. Durch rohes Schweinefleisch kann die Aujeszkysche Krankheit (Pseudowut) übertragen werden, eine für Hunde und Katzen fast immer tödliche Erkrankung. ­Geflügel ist häufig mit Salmonellen verun­reinigt. Die Erreger sind für Hund und Katze selten gefährlich, die Tiere können aber für die Weiterverbreitung im Haushalt sorgen.

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Kommentare

  • Warum überhaupt Fertigfutter
    von hausmaus am 15.03.2011 um 14:02
    Wie auch ein anderer Leser hier vermisse ich den Hinweis auf die einzig artgerechte Möglichkeit der Fütterung. Sowohl Hunde- als auch Katzenbesitzer (und sicher auch die anderer Kleintiere) werden von der Futtermittelindustrie irregeführt. Dabei ist es einfach und vor allem viel kostengünstiger, ein Tier artgerecht mit rohem Fleisch und - im Fall von Hunden - Gemüse zu ernähren. Fertigfutter bestehen zum überwiegenden Teil aus Pflanzen. Das ist für die Produzenten billig, dem Tier gegenüber aber unrecht! Einen Carnivoren wie einen Haushund mit Maispellets zu füttern ist im Grunde nichts anderes als Tierquälerei. Seit einigen Jahrzehnten hat sich aber in der Bevölkerung, unterstützt vor allem durch die Tierärzte, die sich ein schönes Zubrot mit den Futtersäcken verdienen, die Meinung breit gemacht, man könne ein Tier unter gar keinen Umständen selbständig ernähren. Uns selber traut man das gerade noch so zu, ein Hund bekommt die richtigen Nährstoffe und Vitamine aber ausschließlich aus dem Beutel?! Dazu eine Frage: würden Sie Ihrem Kind jahraus, jahrein Ravioli in Tomatensauce, aus dem Beutel, mit Wasser angerührt zu essen geben, wenn man Ihnen garantiert, dass Sie nur so die richtige Nährstoffzufuhr gewährleisten können? Wo bleibt bei der Tierernährung der berühmte Hausverstand? Ich hätte mich über eine etwas kritischere Sichtweise in einem derartigen Artikel gefreut!
  • Fütterungsmenge
    von buländer am 19.01.2011 um 14:46
    Als Ergänzung möchte ich als langjähriger Hundebesitzer (derzeit mein dritter Hund) anführen: Die auf den Packungen angegebenen Fütterungs-Mengenempfehlungen sind in der Regel viel zu hoch. Ein Hund mit ausreichend Bewegung kommt mit etwa 75 Prozent der empfohlenen Fütterungsmenge leicht aus. Hunde mit geringerem Bewegungsdrang (ältere Tiere) brauchen noch weniger.
  • AW: ... und bin so klug als wie zuvor ...
    von REDAKTION am 11.01.2011 um 16:44

    Was im Tierfutter genau drin ist wüssten wir selber gerne, allein die Liste der zugelassenen Zusatzstoffe ist schier unendlich.

    Da die Hersteller viele der im Produkt verwendeten Zusatzstoffe nicht deklarieren müssen, wäre ein Nachweis also nur über aufwändige Verfahren möglich. Dies ist jedoch mit Kosten verbunden, die unser Budget bei weitem sprengen würden. Auch bei den Hauptbestandteilen dürfen die Hersteller anstelle der einzelnen Zutaten Kategorien anführen. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse können sowohl Muskelfleisch als auch Tiermehl bedeuten, dies steht auch im Artikel.

    Die Preise wurden lediglich aus Vergleichsgründen erhoben. Uns interessierte, ob eine selbst hergestellte Ration günstiger als eine Fertigportion kommt oder nicht. Beim Preisvergleich haben wir lediglich Stichproben gezogen. Es könnte also durchaus sein, dass man Futter günstiger bzw. teurer als 0,86 bzw. 2,95 Euro/Tag erwerben kann. Deshalb haben wir darauf verzichtet, die jeweiligen Marken zu nennen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • ... und bin so klug als wie zuvor ...
    von escargot am 10.01.2011 um 18:26
    Sehr gespannt war ich auf den den Bericht! Erwartete ich mir doch, ENDLICH zu erfahrn, was denn wirklich im (Katzen)Futter steckt. Stecken Geschmacksverstärker und andere in der Humanernährung längst verpönte Zusatzstoffe drinnen? Und wenn ja, welche Marken enthalten sie nicht? Lohnt sich die Investition in teures Tierarzt-Futter oder ist das nur Marketing-Nepp? Welches Futter, welche Marke können Sie empfehlen? Umso enttäuschter war ich nach Durchlesen dieses Artikels! So wie dieser Artikel daherkommt, hätte er auch in jeder Tier-Zeitschrift abgedruckt sein können. Schade! Sie schreiben zwar, dass Kostenspannen z.B. von 0,86 und 2,95 Euro/Tag ergeben, diese Information macht aber für KonsumentInnen nur Sinn, wenn Sie auch angeben, welche Marken Sie dafür herangezogen haben. Dass z.B. Sheba teurer als die Eigenmarken ist, hat sich bei KatzenhalterInnen schließlich auch schon herumgesprochen ...
  • Barfen: "Biologisch Artgerechtes Roh Füttern"
    von BaTheHei am 02.01.2011 um 22:18
    Ich finde es schade, dass in dem nun zweiten Beitrag zu Hundefutter in relativ kurzem Zeitraum nicht näher auf die Möglichkeit des Barfens eingegangen wird. Aus meinem eigenen Hundebekanntenkreis weiß ich, dass das Interesse daran sehr groß ist. In diesem Zusammenhang wäre es für viele Hundebesitzer sicher von Interesse zu erfahren, was in Fertigfutter KONKRET tatsächlich so alles drinnen stecken kann und darf - auch in entsprechend teuren Spezialfuttern, die zum Teil von Tierärzten vertrieben werden. Als mein Hund ins Haus kam, war Barfen ursprünglich keine Option für mich - auch noch für den Hund "kochen", wo kommen wir denn da hin!, dachte ich mir. Bis ich das Thema dann doch streifte und mir klar wurde, dass herkömmliches Fertigfutter trotz Wunderzusatzstoffen nicht gesund sein kann, wenn die Basisausgangsstoffe einfach Müll sind. Allen Interessierten kann ich die Broschüren über BARF von Swanie Simon (zB über Amazon erhältlich) ans Herz legen, die meines Erachtens das Thema mit Hausverstand behandelt. Vielleicht gibt es im Rahmen eines zukünftigen Tests zum Thema einen entsprechenden Schwerpunkt? Mit freundlichen Grüßen B.H.
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