KONSUMENT.AT - Pulsmessgeräte - Laufen mit dem Pulsmesser

Pulsmessgeräte

Für optimales Training

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KONSUMENT 5/2011 veröffentlicht: 20.04.2011

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Laufen mit dem Pulsmesser

Zunächst sollten Sie Ihre maximale Herzfrequenz ermitteln, also den Pulsschlag bei maximaler körperlicher Anstrengung. Dafür gibt es die bekannte Formel: 220 minus Lebensalter. Das stellt jedoch nur einen groben Orientierungsrahmen dar.

Ihren individuellen Maximalpuls ermitteln Sie durch die folgende Intervallübung: Etwa 15 Minuten locker aufwärmen, danach dreimal drei Minuten so schnell wie möglich laufen, dazwischen je eine Minute locker traben. Unmittelbar nach der letzten Belastung messen Sie den Puls: Das ist Ihre maximale Herzfrequenz.

Sie können diesen Wert auch in manchen Fitness-Studios austesten lassen. Besser (und nicht notwendigerweise teurer) ist es, gleich eine sportmedizinische Untersuchung bei einem Sportmediziner durchführen zu lassen. Meist sind es praktische Ärzte oder Internisten, die eine solche Untersuchung anbieten, der Preis liegt in der Regel zwischen 100 und 200 Euro. Ungeübte Personen oder Personen mit gesundheitlichen Problemen sollten ihren Maximalpuls auf jeden Fall unter ärztlicher Kontrolle ermitteln.

Aerob und anaerob: Bei starker körperlicher Anstrengung wird die Energie anaerob (ohne Sauerstoff) bereitgestellt. Die Sauerstoffzufuhr reicht für eine ausreichende Versorgung der Muskeln nicht aus. Daher greift der Körper auf Glucose-Speicher zurück, Glucose wird in Milchsäure (Laktat) umgewandelt. Typische Folgeerscheinung: der Muskelkater.

Bei mäßiger Belastung bleiben Sie dagegen im aeroben (Sauerstoff-)Bereich. Die Schwelle zwischen aerobem und anaerobem Bereich wird auch als Dauerleistungsgrenze bezeichnet, dieser Wert liegt in der Regel bei einem Puls von 80 bis 85 Prozent des Maximalpulses, je nach Trainingszustand kann er aber auch wesentlich höher liegen.

Optimaler Trainingsbereich: Haben Sie Ihren Maximalpuls ermittelt, können Sie Ihre Trainingsgrenzen festlegen und im Pulsmesser einspeichern. Bei Über- oder Unterschreiten der Grenzwerte wird Sie dann ein akustisches und/oder optisches Signal warnen. Wer aus gesundheitlichen Gründen Sport betreiben will, sollte vor allem die Grundlagenausdauer trainieren: lockere, gleichmäßige Dauerläufe, nicht unter 30 bis 40 Minuten. Der optimale Frequenzbereich dafür liegt zwischen 65 und 75 Prozent Ihres Maximalpulses.

Fitnessorientierte, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit steigern wollen, sollten daneben auch Intervalltraining betreiben. Eine einfache, lockere Form ist das sogenannte Fahrtspiel: nach 15 Minuten Aufwärmen (langsam und locker traben) abwechselnd schnellere und langsamere Teilstücke von ein bis vier Minuten Dauer (die Maximalbelastung kann auch über der anaeroben Schwelle liegen); zum Abschluss 15 Minuten locker auslaufen.

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Kommentare

  • Smartphone
    von REDAKTION am 04.05.2011 um 14:50
    Zu Smartphones als Pulsmesser-Ersatz liegen uns leider keine Untersuchungsergebnisse vor. Ihr Konsument-Team
  • Smartphone als Alternative zu Pulsmessgerät?
    von Preisi am 03.05.2011 um 15:05
    Ist ein Smartphone als Alternative zu Pulsmessgeräten zu empfehlen? Ich habe die Applikation Runtastic im Internet gefunden die für alle aktuellen Smartphone Betriebssysteme funktioniert. Für das iPhone werden sogar für Sportarten wie Nordicwalken, Radfahren und Wintersport angeboten. Neben der Gratis Runtastic lite Version gibt es auch eine Pro Version mit der es möglich ist, einen speziellen Brustgurt von Polar oder Wahoo anzusteuern. Der Funktionsumfang der Software entspricht der eines hochpreisigen Pulsmessers. Sind die Messung der Herzfrequenz und der Funktionsumfang gleichwertig wie die der Pulsuhren? Nachdem immer mehr Leute Smartphones verwenden, wäre dieses System eine echte Alternative zu den klassischen Pulsmessern.